Wenig Konkretes zum Klima: "G20-Gipfel der verpassten Chancen"

Wenig Konkretes zum Klima: "G20-Gipfel der verpassten Chancen"
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Von Euronews mit dpa
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Kein konkretes Datum steht in der G20-Abschlusserklärung - weder zum Kohleausstieg noch zur Klimaneutralität. Nicht nur UNO-Chef Guterres ist "enttäuscht".

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PR-Termin für Angela Merkel und Co. vor dem Trevi-Brunnen zum traditionellen Münzwurf... Den großen Wurf beim Klimaschutz haben die G20 in Rom dagegen nicht gewagt - Umweltschützer und auch der UN-Generalsekretär sind enttäuscht. Er verlasse Rom mit "unerfüllten Hoffnungen", so Antonio Guterres.

1,5-Grad Ziel soll "in Reichweite bleiben"

Kein konkretes Datum steht in der Abschlusserklärung - weder für den Kohleausstieg, noch für die Klimaneutralität. Diese solle "um die Mitte des Jahrhunderts" erreicht werden, heißt es vage in dem Papier.

Gastgeber Mario Draghi spricht dennoch von einem "Erfolg": "Die G20-Länder wollen das 1,5-Grad-Ziel in Reichweite halten - mit einer Reihe von Sofortmaßnahmen und mittelfristigen Verpflichtungen. Wir haben beschlossen, dass der Bau neuer Kohlekraftwerke nach 2021 nicht mehr mit öffentlichen Mitteln gefördert werden darf."

Die fehlenden fixen Ziele sind ein Zugeständnis an Länder wie China und Russland. Sie wollten sich nicht auf die eigentlich geplante Netto-Null bei Treibhausgasen bis 2050 festlegen. Kein guter Startschuss für die COP26, die heute in Schottland eröffnet wurde.

"Pariser Abkommen nur noch ein Stück Papier"

"Scheitert Glasgow, dann scheitert die ganze Sache", sagte der britische Premier Boris Johnson vor dem Aufbruch Richtung Glasgow. "Das Pariser Abkommen wird bei der ersten Abrechnung in sich zusammenfallen. Es ist der einzige tragfähige Mechanismus der Welt zur Bewältigung des Klimawandels und er wird, geht es so weiter, im Wasser versinken. Im Moment ist das Pariser Abkommen und die Hoffnung, die damit verbunden war, nur noch ein Stück Papier."

Eindringliche Worte des britischen Regierungschefs, nun müssen in Glasgow Taten folgen, fordern Demonstrierende in Rom. Die G20 sind für 80 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

Auch Entwicklungsorganisationen reagieren enttäuscht auf die Ergebnisse der Gipfels. Fiona Uellendahl von "World Vision" spricht von einem "Gipfel der verpassten Chancen", die Mitglieder hätten sich vor wichtigen Entscheidungen gekniffen.

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