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Recyclingmeister Italien

Papierrecycling in Italien
Papierrecycling in Italien Copyright Euronews
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Von Giorgia Orlandi
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Beim Papierrecycling hat Italien die gesetzten Ziele erreicht – 15 Jahre schneller als geplant. Die Recyclingquote liegt bei 87 Prozent, rund 600 Unternehmen in Italien setzen 4 Milliarden Euro um.

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Europa muss und will klimaneutral werden und ressourcenschonend wirtschaften. Beim Papierrecycling hat Italien die gesetzten Ziele erreicht – 15 Jahre schneller als geplant. Die Recyclingquote liegt bei 87 Prozent, rund 600 Unternehmen in Italien setzen 4 Milliarden Euro um.

Der Umschlag in der Anlagen ist rasant: nach nur 48 Stunden ist aus Altpapier neuer Rohstoff geworden. In der Papier- und Pappenproduktion gibt es 90 verschiedenen Rohstoffarten, 15 davon werden bei Ricicla Centro Italia hergestellt. Je weißer das recycelte Material, desto gefragter – und teurer – ist es.

Hier werden Abfälle in Rohstoffe umgewandelt. Das Material stammt hauptsächlich aus den Recycling-Tonnen der Gemeinden und aus Industrie und Gewerbe. Etwa 200 Tonnen Rohmaterial liefern wir an die Papierindustrie.
Luigi Lettieri
Generaldirektor, "Ricicla Centro Italia"

Dank Papierrecycling werden nicht nur weniger Bäume gefällt, auch die Emissionen für Verarbeitung und Transport entfallen. 6,8 Millionen Tonnen Altpapier werden in Italien pro Jahr recycelt und dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt, die Zellstoffproduktion aus Altpapier wächst um 3,2 Prozent pro Jahr. Papierrecycling hat eine nachhaltig erfolgreiche Branche entstehen lassen.

Wir haben Unternehmen, die schon lange im Markt sind. In unserem Land mangelt es an Rohstoffen, und so haben wir mit der Zeit gelernt, das wiederzuverwenden, was sonst im Müll landet - in diesem Fall Papier. Dieses System ist im Norden wie im Süden Italiens gleich gut etabliert, es gibt dort genauso viele Recyclinganlagen wie im Norden.
Francesco Sicilia
Branchenverband UNIRIMA

Gelder aus dem EU-Fonds zur Bewältigung der Pandemie will Italien zu einem beträchtlichen Teil in nachhaltig ausgelegte Branchen investieren. Kreislaufwirtschaft ist das Modell der Zukunft.

Europa muss dafür sorgen, dass mehr recyceltes Material nachgefragt wird. Dies würde dem Sektor mehr Wachstum und mehr Geschäftsmöglichkeiten bieten.
Cinzia Vezzosi
Europäischer Interessenverband der Recyclingindustrie EURIC

Was für Italien gilt, gilt für ganz Europa. Grüne Technologien, nachhaltige Wirtschaftssysteme sind Vorrausetzung dafür, dass Europa sein selbstgesetztes Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreicht.

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