Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Judo-Grand-Slam: Baku für Japan ein gutes Pflaster

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
Judo-Grand-Slam: Baku für Japan ein gutes Pflaster
Copyright  (c) Di Feliciantonio Emanuele

Die Judo-Welt schaut auf Baku. 196 Judoka aus 29 Ländern treten an diesem Wochenende in der Hauptstadt Aserbaidschans beim Grand Slam an. Am ersten Wettkampftag ging Japan voran und gewann zwei von fünf möglichen Goldmedaillen.

Der Georgier Jaba Papinaschwili hat in Baku seinen bisher größten Erfolg auf der Judo-Welttour eingefahren. Der 23-jährige Junioren-Weltmeister von 2017 gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm. Geschlagen geben musste sich im Endkampf der Russe Albert Oguzow. Die Siegerehrung nahm der ehemalige Vorsitzende des Welteishockeyverbands, der Schweizer René Fasel, vor.

Silber für Tanzer

Rina Tatsukawa aus Japan verhinderte bei den Frauen bis 48 Kilogramm den Grand-Slam-Erfolg der Österreicherin Katharina Tanzer. Nach 57 Sekunden war die Auseinandersetzung auf der Matte beendet und Tatsukawa stand als Siegerin fest. Für die dreimalige österreichische Staatsmeisterin Tanzer blieb die Erkenntnis, ihr bisher bestes Ergebnis bei einem großen internationalen Wettbewerb erreicht zu haben. Marius Vizer, Präsident des Judo-Weltverbandes, überreichte Tatsukawa und Tanzer das Edelmetall.

Da kam Freude in Baku auf: Orkhan Safarow gewann in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Gold für die gastgebende Nation. Der Moldauer Denis Vieru forderte ihn im Kampf um die höchsten Grand-Slam-Ehren heraus, doch Safarow brachte einen prachtvollen O-Soto-Gari, eine große Außensichel, an. Dafür gab es eine Ippon-Wertung. Safarow hat den Grand Slam in Baku bereits im Jahr 2014 gewonnen. „Judo ist in Aserbaidschan sehr beliebt. Und Wettkämpfe wie der Grand Slam sind für die junge Generation von großer Wichtigkeit“, sagte Safarow nach seinem Erfolg.

Pupp: Endlich Gold

Es war Reka Pupps Erstlingswerk: Die ungarische Judo-Kämpferin hat in Baku erstmals den Sprung auf das oberste Grand-Slam-Treppchen geschafft. 2017 war sie als Zweite schon dicht dran. Dass es in diesem Jahr klappte, hatte Pupp einem Sieg über die Britin Chelsie Giles zu verdanken. Der letzte Kampf in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm ging in die Verlängerung, 32 Sekunden vor Schluss erarbeitete sich die Ungarin den entscheidenden Vorteil. „Ich habe mir selbst gesagt: Ich bin gut, ich bin besser, ich bin stark. Jetzt bin ich sehr zufrieden, endlich einen Grand Slam gewonnen zu haben. Das ist hier meine erste Goldmedaille“, so Pupp.

Die Japanerin Momo Tamaoki hatte im Goldkampf der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm keine leichte Aufgabe: Ichinkhorloo Munchtsedew war ihre Gegnerin - und die kämpft für den gastgebenden Judoverband Aserbaidschans. Tamaoki entschied den Kampf am Boden. Die Deutsche Pauline Starke gewann in Baku Bronze.

Einige junge aserbaidschanische Judoka wussten beim Heim-Grand-Slam zu überzeugen. Einen vollständigen Medaillensatz holte der gastgebende Verband am ersten Wettkampftag. Mit den Judoka aus Aserbaidschan ist zu rechnen: Und zwar nicht nur beim Grand Slam in Baku.