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Judo-Grand-Slam von Abu Dhabi: Die letzten Medaillen des Jahres

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Von euronews
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Der Russe Arman Adamian (weißer Anzug) gewann in Abu Dhabi erneut
Der Russe Arman Adamian (weißer Anzug) gewann in Abu Dhabi erneut   -   Copyright  International Judo Federation

Wer gewann die letzten Judo-Grand-Slam-Medaillen des Jahres? Hier kommt die Übersicht.

Unterzeichnet wurde im Rahmen der Veranstaltung eine Vereinbarung zwischen dem Internationalen und dem mongolischen Judoverband über die Austragung eines Grand Slams in Ulanbator.

Mansur Lorsanow aus Russland ist bisher keineswegs als einer der besten Judoka in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm in Erscheinung getreten. Also war es an der Zeit, das zu ändern. Der 21-Jährige überraschte in Abu Dhabi die versammelte Gegnerschaft und gewann den Wettkampf: Lorsanows erster großer Titel im Erwachsenenbereich.

Adamian zeigt wieder seine Klasse

Warum Arman Adamian als der gegenwärtig weltbeste Judokämpfer in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm gilt? Der Russe zeigte das erneut eindrucksvoll. Seine Goldmedaille in Abu Dhabi war Ausdruck seines dritten Welttour-Sieges in diesem Jahr. Im Schlusskampf bezwang er seinen Landsmann Matvey Kanikowski.

Müde sei er, sagte Adamian nach dem Sieg. Er fliege jetzt nach Hause, werde Urlaub machen, sich mit seiner Familie treffen. In Russland sei Muttertag, die Medaille widme er seiner Mutter, sagte der Judoka.

Alina Böhm knapp an Gold vorbeigeschrammt

Die Britin Emma Reid hat den zweiten deutschen Judosieg in Abu Dhabi verhindert. In der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm wurde sie von Alina Böhm aus Böbingen an der Rems herausgefordert. Die Britin konterte Böhm aus, damit platzte der Traum vom ersten Welttour-Gold für die U18-Europameisterin von 2015. Für Reid aber ging er in Erfüllung. Bisher stand für die Britin ein dritter Platz beim Grand Prix von Zagreb als bestes Ergebnis zu Buche.

Bei ihr gehe es viel um den Glauben an das eigene Können, um Selbstvertrauen, so Reid. Dieser Erfolg werde ihr noch im kommenden Jahr bei den Qualifikationswettbewerben im Mai helfen, betonte die Britin.

Die Deutsche Giovanna Scoccimarro holte am Samstag Gold

Beatriz Souza: Die Weltranglistenzweite trumpft auf

Wenn es um Weltklasse bei den Frauen über 78 Kilogramm geht, dann fällt oft auch der Name Beatriz Souza. Und das ist kein Wunder: Die 23 Jahre alte Brasilianerin wird in der Weltrangliste auf dem zweiten Platz geführt und gewann im Juni WM-Bronze. Vom letzten Grand Slam des Jahres nahm sie lieber Gold mit nach Hause. Souza bestimmte das Geschehen im Entscheidungskampf gegen die Französin Lea Fontaine. Der Lohn war ihr zweiter Grand-Slam-Sieg nach Brasilia 2019.

Odkhuu unterstreicht starkes mongolisches Abschneiden

Immer ein bisschen besser, so lässt sich die Entwicklung des Mongolen Tsetsentsengel Odkhuu in den vergangenen Wochen beschreiben. In Abu Dhabi gewann er bei den Männern über 100 Kilogramm Gold, zu Monatsbeginn in Baku hatte der 22-Jährige den dritten und Mitte Oktober in Paris den fünften Platz erreicht. Das nennt man eine stetige Leistungssteigerung des Weltranglisten-36. In Abu Dhabi bezwang der Mongole im Goldkampf den Rumänen Vladut Simionescu, der in der Aufstellung der besten Schwergewichte der Welt 16 Plätze vor ihm steht. Mit fünf Medaillen war der monglische Judoverband in Abu Dhabi sehr erfolgreich.

Außerhalb der Matte dankte Marius Vizer, der Vorsitzende des Judo-Weltverbandes, dem Ausrichter. Er überreichte dem Vizepräsidenten des Ring- und Judoverbandes der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed Bin Thaeloub Alderee, einen Kunstgegenstand. Das neue Judo-Jahr kann kommen!