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Gaspreise auf Rekordniveau - Industrie schlägt Alarm

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Von Ronald Krams  & Euronews
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Aluminium Produktion
Aluminium Produktion   -   Copyright  AP Photo

Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine führen zu höheren Energiepreisen. Industrieunternehmen, die viel Energie verbrauchen, schlagen wegen des Preisanstiegs Alarm. Sie befürchten Verluste und Betriebsschließungen.

Betroffen ist auch der niederländische Aluminiumhersteller "Aldel"in Delfzijl. Seit Anfang Oktober wird wegen zu hoher Energiekosten kein neues Metall mehr produziert:

"Die Stimmung ist im Moment ein bisschen gedrückt, weil 120 Kollegen entlassen werden sollen. Aber eigentlich haben wir hier im Werk noch Hoffnung, dass wir hier weitermachen können".

Die Energiekosten machen bis zu 40 % der Kosten für die Aluminiumproduktion aus. "Aldel" schätzt, dass allein die Stromkosten derzeit bei 4500 Euro pro Tonne Aluminium liegen, während der Aluminiumverkaufspreis bei etwa 2500 Euro pro Tonne liegt.

Prof. Machiel Mulder, Energieexperte an der Universität Groningen, erklärt:

"Die Preise waren schon sehr hoch: Im Oktober wegen der Erholung der Wirtschaft, der Aufhebung der Coronabeschränkungen und dem Anstieg der Gasnachfrage. Aber der jetzige Preisanstieg liegt an den Spannungen mit Russland, denn das meiste Gas, das wir in Europa bekommen, kommt aus Russland".

Auch private Verbraucher bekommen den Anstieg der Energiekosten zu spüren. Immer mehr Versorger erhöhen die Preise. Innerhalb eines Jahres hat sich Gas im Schnitt um 34 Prozent verteuert.