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Südafrika: Großbrand richtet schwere Schäden im Parlament an

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Von Fréderic Bouchard
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Südafrika: Großbrand richtet schwere Schäden im Parlament an
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Die Gebäude des südafrikanischen Parlamentskomplexes in Kapstadt sind durch einen Großbrand stark beschädigt worden, das Feuer frass sich durch den historischen Gebäudekomplex, Decken brachen ein. Verletzte wurden nicht gemeldet, das Parlament selbst war über die Feiertage geschlossen. Rund 70 Feuerwehrleute kämpften sich seit dem frühen Morgen nach mehr als sieben Stunden noch immer gegen den Brand.

Die Feuerwehr befürchtet einen Kollaps der Gebäude. Das Dach des Alten Plenarsaals sei eingestürzt, während einige Mauern des Regierungskomplexes große Risse aufwiesen, hieß es. Das Parlamentsgebäude beherbergt viele nationale Artefakte. Es sei noch unklar, in welchem Ausmaß diese beschädigt worden seien, sagte ein Mitglied des städtischen Sicherheitskomitees, JP Smith. Nach Angaben des Rettungsdienstes der Stadt Kapstadt gab es keine Verletzten.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa besuchte den Brandort.

Die Feuerwehrleute haben einen fantastischen Job gemacht.
Cyril Ramaphosa
Südafrikanischer Präsident

"Hätten sie nicht innerhalb weniger Minuten reagiert, müssten wir wohl davon ausgehen, dass die Nationalversammlung in Asche läge und völlig zerstört wäre."

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Der südafrikanische Präsident sagte weiter, Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen. Die Polizei habe einen 51 Jahre alten Mann zum Verhör einbestellt. Der Mann ist laut Behörden in einem der Parlamentsgebäude gefasst worden und sei auf Aufnahmen von Sicherheitskameras zu sehen. Der Verdächtige soll nach Polizeiangaben am Dienstag vor Gericht erscheinen. 

Die Brandursache blieb am Sonntag unklar. Ermittlungen seien eingeleitet worden.