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Nächster Stopp Quarantänehotel - Visum-Krimi um Djokovic in Melbourne

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Von Euronews mit dpa, AP
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Partystimmung vor dem Park Hotel in Melbourne, wo Novak Djokovic zwangsweise untergekommen ist
Partystimmung vor dem Park Hotel in Melbourne, wo Novak Djokovic zwangsweise untergekommen ist   -   Copyright  Hamish Blair/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Der Einreisekrimi um den Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic in Australien geht in die Verlängerung. Nach dem Entzug seines Visums durch die australische Grenzbehörde logiert der Serbe bis auf Weiteres in einem staatlichen Quarantäne-Hotel in Melbourne.

Djokovic hatte wegen seines von ihm geheim gehaltenen Impfstatus eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorgelegt, die als unzureichend eingestuft wurde.

Der australische Premierminister Scott Morrison unterstrich: "Für ihn gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen. Ich möchte auch betonen, dass letztendlich der Reisende die Verantwortung trägt. Der Reisende muss , seine Fähigkeit, im Einklang mit unseren Gesetzen ins Land zu kommen, demonstrieren können."

Die nächste gerichtliche Anhörung im Fall Djokovic ist laut australischen Medienberichten für Montag geplant. Vor seiner Unterkunft, dem Park Hotel in Melbourne, gab es vielfältige Sympathiebekundungen.

Die serbischstämmige Gordana regte sich auf: "Warum haben Sie es ihm nicht gesagt, bevor er nach Australien kam, warum jetzt? Es gibt so viele Fragen. Andrew und Scott Morrison, was macht ihr mit uns? Ich bin stolz darauf, dass ich Australierin bin. Ich bin seit fast 26 Jahren hier. Und ich liebe Australien, aber was ihr jetzt macht, ist eine Schande für euch."

"Für die Freiheit kämpfen"

Demonstrant Ryan Guszich outete sich, mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm, als Impfgegner: "Ich vertrete hier all die Menschen, die für die Freiheit kämpfen, sei es für Flüchtlinge, sei es für Novak, sei es für die Menschen im Allgemeinen, die es satt haben, eingeschränkt zu werden. Und für die Freiheit im Allgemeinen. Wissen Sie, es ist unser Körper, unsere Entscheidung."

Nicht nur Proteste wie in Melbourne, sondern einen Aufschrei, gab es in Serbien. Präsident Aleksandar Vucic erklärte nach einem Telefonat mit Djokovic, der beste Tennisspieler der Welt sei Schikanierungen ausgesetzt.

Djokovic könnte bei den Australian Open, die am 17. Januar beginnen, als erster Profi sein 21. Grand-Slam-Einzelturnier gewinnen.