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Staatsbegräbnis für verstorbenen EU-Parlamentspräsidenten Sassoli

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Von Julika Herzog  mit dpa und AFP
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Staatsbegräbnis für verstorbenen EU-Parlamentspräsidenten Sassoli
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Abschied von dem verstorbenen EU-Parlamentspräsidenten David Sassoli: viele Bürger und italienische Spitzenpolitiker, unter anderem Regierungschef Mario Draghi, nahmen Abschied an seinem im Rathaus von Rom aufgebahrten Sarg. Der Sozialdemokrat war am Dienstag im Alter von 65 Jahren in einer Klinik in der Stadt Aviano gestorben.

"Das politische Erbe von Sassoli ist klar: Europa muss vereint sein und in wichtigen internationalen Fragen mit einer gemeinsamen starken Stimme sprechen können, anstatt wie bisher zu zögern, wie in Afghanistan. In Sassolis Europa drehte sich alles darum. Aber diese Idee von Europa müssen wir noch aufbauen. Das ist sein Vermächtnis", sagt der Bürgermeister von Sassolis Heimatstadt Florenz, Dario Nardella.

Sassoli war schon länger krank und wurde seit dem 26. Dezember wieder in Italien im Krankenhaus behandelt. Sassoli war starker Raucher und wurde im September letzten Jahres wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz nach Weihnachten wurde er mit einer Funktionsstörung des Immunsystems ins Krankenhaus eingeliefert.

Viele würdigten den Politiker und Journalisten, dessen Amtszeit in diesem Monat auslaufen sollte, für seinen Einsatz für die Europäische Union.

Dario Nardella Bürgermeister von Florenz und Eurocities Präsident: "Sassoli war sanft und freundlich, aber gleichzeitig war er klar und deutlich. Dies könnte eine neue Form der Kommunikation in der Politik und eine neue Art, Politik zu machen, inspirieren. Ich glaube, dass eine kollektivere, freundlichere und inklusivere Führung sowohl für Italien als auch für andere europäische Länder der richtige Weg sind."

Am Mittag ist eine Trauerfeier für Sassoli in Rom in der Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri und im Anschluss sein Staatsbegräbnis geplant. Für den Gottesdienst reisen unter anderem EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Aus Deutschland wird Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) erwartet.

Euronews wird sie live übertragen.