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Juwelenraub im "Grünen Gewölbe": 6 Männer sind in Dresden angeklagt

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Von Euronews  mit DPA/AFP
Einer der Angeklagten betritt das Landgericht Dresden in Handschellen und verdeckt sein Gesicht.
Einer der Angeklagten betritt das Landgericht Dresden in Handschellen und verdeckt sein Gesicht.   -   Copyright  Jens Schlueter/ Pool via AP

In Dresden hat der Prozess um den Juwelen-Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe vor mehr als zwei Jahren begonnen. Er gilt als einer der spektakulärsten Kunstraube überhaupt. Vor dem Landgericht sind sechs Männer angeklagt, die dem Berliner "Remmo-Clan" angehören sollen.

Die 22- bis 28-Jährigen waren bei Razzien in Berlin gefasst worden. Ihnen werden unter anderem schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen.

Sie sollen im November 2019 in das Museum eingebrochen sein und die Tat akribisch vorbereitet haben, wie der Pressesprecher des Landesgerichts, Thomas Ziegler, erläutert.

Vitrinen mit Äxten zertrümmert

"Die Angeklagten sollen Fluchtfahrzeuge besorgt haben, im Vorfeld soll ein Teil der Fenstervergitterung bereits herausgesägt und dann mittels Klebeband wieder angebracht worden sein. Am 25.11. kurz vor fünf Uhr sollen dann zwei der Angeklagten in das Gebäude eingestiegen sein, sich in das Juwelenzimmer begeben haben, die Vitrinen mit Äxten zertrümmert haben und dann diese 21 Schmuckstücke herausgerissen haben."

Im Zuge des spektakulären Coups wurde historischer Schmuck im Gesamtwert von mehr als 113 Millionen Euro entwendet und zudem Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen.

Von den Diamanten fehlt jede Spur

Der Anklage zufolge hatten die Männer einen Stromkasten in Schlossnähe sowie ein Fluchtauto in der Tiefgarage eines Wohnhauses angezündet und waren bewaffnet.

Von dem erbeuteten Raubgut mit insgesamt 4.300 Diamanten und Brillanten fehlt bislang jede Spur.

Zwei der Angeklagten verbüßen noch eine Jugendstrafe wegen des ebenfalls spektakulären Diebstahls einer riesigen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum 2017.

Die Beschuldigten verweigern bisher jede Aussage. Ihnen drohen zum Teil mehrjährige Haftstrafen.