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Osteuropäische Länder schultern die meisten der ukrainischen Flüchtlinge

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Von Euronews
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Vertriebene ruhen sich in einer Behelfsunterkunft in Mlyny, nahe dem Grenzübergang Korczowa, in Polen aus, 03.03.2022
Vertriebene ruhen sich in einer Behelfsunterkunft in Mlyny, nahe dem Grenzübergang Korczowa, in Polen aus, 03.03.2022   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Allabendlich verlässt ein Zug der gemeinnützigen Organisation "Menschen in Not" die tschechische Hauptstadt Prag und nimmt Kurs auf die polnisch-ukrainische Grenze. Der Zug ist mit Hilfsgütern für die Ukraine beladen - für die Flüchtlinge, aber auch für Männer, die im Land bleiben, um die ukrainische Armee zu unterstützen.

Auf dem Rückweg befördert der Zug vor allem Frauen und Kinder, die vor dem Krieg fliehen.

Stéphane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres, erklärte:

"Auch wenn das Ausmaß der Vertreibung noch nicht klar ist, gehen wir davon aus, dass mehr als 10 Millionen Menschen aus ihren Häusern fliehen werden, wenn die Gewalt andauert, davon rund vier Millionen Menschen, die über die Grenzen in die Nachbarländer fliehen könnten."

Viele Menschen sind in die westukrainische Stadt Lwiw geflohen, in der Hoffnung, den russischen Angriffen zu entkommen. Die Nachbarländer haben sich hilfsbereit gegenüber den ankommenden Flüchtlingen gezeigt. Dennoch häufen sich Berichte über Diskriminierung von schwarzen und nicht-ukrainischen Flüchtlingen.

"Der Generalsekretär ist schockiert über die zahlreichen Berichte von Rassismus, Schikanen und Diskriminierung, denen Menschen verschiedener ethnischer Herkunft ausgesetzt waren, als sie versuchten, die Ukraine zu verlassen (...) Er ruft alle Regierungen auf, gegen jegliche Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzugehen", so Dujarric.

Die meisten Menschen sind nach Polen geflüchtet - das Land hat bislang mehr als eine halbe Million Ukrainer:innen aufgenommen. Mehr als 80.000 sind in die Slowakei geflohen, Ungarn hat rund 133.000 Menschen aufgenommen. Die aus der Ukraine Vertriebenen gelange auch nach Rumänien und Moldawien.

Andere Länder in Europa, darunter Italien, haben angeboten, Menschen aus der Ukraine aufzunehmen. Ein erster Bus mit Flüchtlingen aus der Westukraine erreichte Rom. Es wird erwartet, dass die Zahl der Flüchtlinge in den kommenden Tagen um ein Vielfaches steigen wird.