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Lehrbeispiel für Arbeitskampf: Schüler unterstützen unbefristeten Lehrerstreik

Etliche Schülerinnen und Schüler versammelten sich vor dem ungarischen Parlament, um die Lehrerschaft zu unterstützen
Etliche Schülerinnen und Schüler versammelten sich vor dem ungarischen Parlament, um die Lehrerschaft zu unterstützen Copyright Euronews
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Von Gabor Tanacs mit Euronews
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Lehrerinnen und Lehrer in Ungarn sind in einen unbefristeten Streik getreten. Massenhaften Zuspruch gibt es von der mitdemonstrierenden Schülerschaft und der Opposition im Parlament.

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Die ungarischen Lehrerinnen und Lehrer sind nach ihren ergebnislosen Anstrengungen für bessere Arbeitsbedingungen in einen unbefristeten Streik getreten. Sie versuchen seit Jahren, mit der Regierung zu verhandeln, haben zahlreiche offene Briefe geschrieben, Warnstreiks durchgeführt und zuletzt sogar zu zivilem Ungehorsam gegriffen.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler versammelten sich auf dem Kossuth-Platz vor dem Parlament in Budapest, um ihre Solidarität mit dem streikenden Personal zu bekunden.

Schülerin Janka Turi sagte: "Lehrer sollten besser bezahlt werden, denn von dem Gehalt, das sie bekommen, kann man einfach nicht leben, sie haben unheimlich viele Stunden, sie bereiten sich zu Hause auf den Unterricht vor, sie schuften sich die Seele aus dem Leib und dann wundern sich alle, wenn sie einen Burn-out bekommen."

"Wir sind an eurer Seite"

Aus Fenstern des Parlaments hängten Abgeordnete der Opposition Symbole des Lehrerprotestes und Solidaritätsbekundungen wie "Wir sind an eurer Seite" zur Unterstützung der Streikenden.

Katalin Törley, Lehrerin an einem Gymnasium in Budapest, ist der Ansicht, die Zukunft der Kinder stehe auf dem Spiel: "Seit mehr als zehn Jahren spricht diese Regierung nicht mit den Gewerkschaften und den Lehrern, die die Probleme melden. Die Regierung hat sich auf eine sehr demütigende Ebene der Kommunikation eingelassen, als ob sie nicht anerkennen oder nicht anerkennen wollen, dass es sehr ernste Probleme im Bildungswesen gibt."

In erster Linie verlangen die Streikenden mehr Lohn und eine Verringerung ihrer Arbeitsbelastung. Da diese Forderungen zu keinem Ergebnis geführt haben, haben die Gewerkschaften beschlossen, den unbefristeten Streik zu beginnen. Das bedeutet, dass die Lehrer vorerst keinen oder nur einen Teil des Unterrichts abhalten werden.

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