Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

"Hitzewelle" in der Antarktis: Temperatur mehr als 30ºC über dem Durchschnitt

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit AFP/AP
euronews_icons_loading
"Hitzewelle" in der Antarktis: Temperatur mehr als 30ºC über dem Durchschnitt
Copyright  RODRIGO JANA/1997 AP

In der Antarktis sind in den vergangenen Tagen ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen worden. Laut Experten lagen die Werte um mehr als 30 Grad Celsius über dem Durchschnitt höher als für die Jahreszeit üblich.

Die Forschungsstation Dome Concordia meldetet am Freitag eine Temperatur von -12.2 Grad Celsius. Normalerweise sei die dortige Temperatur im März rund 40 Grad Celsius niedriger. Auch andere Wetterstationen in der Region meldeten ähnliche Temperaturrekorde.

"Außergewöhnlichen Anomalie"

Die Station Dumont d'Urville registrierte mit 4,9 Grad Celsius eine Rekordtemperatur für den Monat März. Am kältesten war der 18. März mit 0,2 Grad plus. Um diese Jahreszeit liegen die Temperaturen normalerweise bereits unter Null.

Das ungewöhnlich milde Wetter im Osten des eisigen Kontinents sei ein "historisches Ereignis", erklärte Gaetan Heymes von Météo-France.

Maximiliano Herrera, der Wetterextreme rund um den Globus beobachtet, spricht von einer "außergewöhnlichen Anomalie". Das ungewöhnlich milde Wetter im Osten des eisigen Kontinents sei ein "historisches Ereignis", erklärte Gaetan Heymes von Météo-France.

Auch in der Arktis Temperaturen über dem Durchschnitt

Auch auf der anderen Seite des Globus, in der Arktis, wurden ebenso deutlich erhöhte Temperaturen gemeldet. Für diese Jahreszeit sei es dort um rund 30 Grad Celsius zu warm, werden mehrere Wissenschaftler*innen von der Nachrichtenagentur AP zitiert.

"An den Polen herrschen entgegengesetzte Jahreszeiten. Normalweise sehen wir nicht, dass Nordpol und Südpol gleichzeitig schmelzen. Das ist definitiv ein ungewöhnliches Ereignis", sagt etwa Walt Meier, Leiter des US-amerikanischen National Snow and Ice Data Center in Boulder in Colorado.