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Ukrainerin und Russin sollen Karfreitag gemeinsam das Kreuz tragen

Russin Albina (links) und Ukrainerin Irina (rechts), beide Krankenschwestern in Rom
Russin Albina (links) und Ukrainerin Irina (rechts), beide Krankenschwestern in Rom Copyright -Screenshot- Biomedizinischer Campus, Universität Rom
Copyright -Screenshot- Biomedizinischer Campus, Universität Rom
Von Euronews
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Papst Franziskus hat die Ukrainerin Irina und die Russin Albina gebeten, am Karfreitag auf dem Kreuzweg gemeinsam das Kreuz zu tragen.

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Irina und Albina sind Freundinnen und Arbeitskolleginnen als Krankenschwestern am biomedizinischen Campus und Zentrum für Palliativmedizin in Rom. Zusammen wollen die Ukrainerin und die Russin ein Zeugnis ihrer Ablehnung des Krieges ablegen. Papst Franziskus hat sie gebeten, am Karfreitag auf dem Kreuzweg gemeinsam das Kreuz zu tragen.

"Seit Tagen mache ich mir Sorgen um meine Angehörigen, ich habe meine Mutter, die jetzt in der Ukraine ist", sagt Irina. "Meine Familie, mein Vater und meine Brüder sind in Russland", erklärt Albina.

Kennengelernt haben sich die beiden in dem römischen Hospital auf der Abteilung für Schwerkranke. Zu Beginn des Kriegs habe sich Albina bei ihr entschuldigt, sagt Irina, obwohl sie doch für den Krieg gar nichts könne. Das sei sehr bewegend gewesen.

Das Kreuz gemeinsam zu tragen, in Stille und im Gebet, am Karfreitag im Kolosseum bei der vom Papst geleiteten Feier, war eine natürliche Entscheidung, denn, so erklären die beiden Frauen, "dieser Krieg hat uns mehr vereint".

"Ich bin Russin und ich liebe die Ukraine"

"Verwandte, Cousins und Cousinen, viele Freunde, ich fühle jeden Tag mit ihnen. Und ich versuche, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen, wo ich kann", so Irina.

"In diesem sehr schwierigen und beschämenden Moment für die Menschheit möchte ich sagen, dass ich Russin bin und die Ukraine liebe. Sie haben versucht, die beiden Länder gegeneinander aufzubringen", so Albina

Bis heute könne man kaum glauben, wie es möglich war, eine solche Situation herbeizuführen, ohne einen Gedanken an die Menschen zu verschwenden, meint Irina. "An das ukrainische Volk, das seine Heimat nicht verlassen will, aber jetzt dazu gezwungen ist."

"Es spielt keine Rolle, ob man Palästinenser, Israeli, Ukrainer oder Russe ist, es ist nicht richtig, dass sich Kinder im 21. Jahrhundert in Kellern verstecken und in Bunkern leben müssen...ich bin Russin und ich bin gegen den Krieg."

Doch die Wahl von Papst Franziskus stößt auch auf Kritik. Der ukrainische Botschafter im Vatikan und der Großerzbischof von Kiew zeigten sich empört. Ukrainer und Russen unter dem Kreuz zu vereinen, ignoriere den Umstand, dass es in diesem Krieg einen Angreifer und einen Angegriffenen gebe.

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