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Baldwin-Dreh: 137.000 Dollar Strafe nach Todesschuss auf Kamerafrau

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Von Euronews  mit dpa
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Bonanza Creek Ranch in Santa Fé, New Mexico, dort, wo die Dreharbeiten zum Western "Rust" stattfanden
Bonanza Creek Ranch in Santa Fé, New Mexico, dort, wo die Dreharbeiten zum Western "Rust" stattfanden   -   Copyright  Jae C. Hong/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Wegen Verstößen gegen Sicherheitsauflagen müssen die Produzenten des Westerns "Rust" die zulässige Höchststrafe von 137.000 US-Dollar (umgerechnet rund 126.000 Euro) zahlen. Die US-Behörde für Arbeitsschutz im US-Bundesstaat New Mexico hat die Geldstrafe wegen mangelnder Sicherheit am Set verhängt.

Vor sechs Monaten war beim Dreh am Set eine 42-jährige Kamerafrau erschossen- und der Regisseur verletzt worden. Der Schuss stammte aus einer Waffe, die der Schauspieler Alec Baldwin bei den Dreharbeiten verwendet hatte.

Die Behörde wirft Produzenten vor, Sicherheitsprotokolle für die Benutzung von Waffen missachtet zu haben. So sei es untersagt, "scharfe Munition" am Drehort zu haben. Waffen dürften niemals auf Personen gerichtet werden, wie aus dem Untersuchungsbericht hervorgeht. So hätte der tragische Vorfall vermieden werden können.  

Die Ermittlungen der Polizei in New Mexico, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, gehen unterdessen weiter. Mehrere Zivilklagen laufen bereits. Im Februar warfen die Angehörigen der Kamerafrau in einer Klage wegen widerrechtlicher Tötung Baldwin und anderen Film-Mitwirkenden grob fahrlässiges Verhalten vor.

Eine Waffenmeisterin verklagt einen Mann, der Requisiten, darunter Munition, für den Dreh geliefert hatte. Die Anwälte der im Fokus stehenden Waffenmeisterin hatten im November "Sabotage" bei den Dreharbeiten ins Spiel gebracht. Jemand hätte eine Kugel mit scharfer Munition in eine Schachtel mit harmlosen Dummy-Patronen legen können, um den Dreh zu sabotieren.

Baldwin hat in Interviews mehrfach die Schuld an dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins von sich gewiesen. Es sprach von einer "entsetzlichen Tragödie", erklärte aber, dass er nicht verantwortlich für den fatalen Unfall sei und verwies auf Verantwortliche der Requisiten.