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Deutschland und Indien haben viel zu bereden - Ukraine-Krieg im Fokus

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Von Frank Weinert
Deutsch-indische Gespräche
Deutsch-indische Gespräche   -   Copyright  Michael Sohn/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat den indischen Premierminister Narendra Modi als besonderen Gast zum Gipfel der G7 im kommenden Monat eingeladen.

 Das Ziel: Eine breitere internationale Allianz gegen Russland schmieden. Indien hat es bislang vermieden, den Einmarsch Russlands in der Ukraine offen zu verurteilen und sich Abstimmungen in den Vereinten Nationen anzuschließen, die den Einmarsch befürworteten.

Klare Worte vom deutschen Bundeskanzler: „Russland hat mit seinem Angriff auf die Ukraine grundlegende Prinzipien des Völkerrechts verletzt. Der Krieg und die brutalen Angriffe auf und gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine zeigen, wie hemmungslos Russland gegen die Grundprinzipien der UN-Charta verstößt. Deshalb wiederhole ich meinen Appell an Wladimir Putin: Beenden Sie diesen Krieg und das sinnlose Töten. Ziehen Sie Ihre Truppen aus der Ukraine ab.“

Moderateres hingegen vom indischen Gast: „Indien ist sehr besorgt über die humanitären Auswirkungen dieses Krieges. Wir haben humanitäre Hilfe in die Ukraine geschickt, um Getreide zu exportieren, wir haben Öllieferungen und finanzielle Unterstützung in andere Länder geschickt, um zu versuchen, ihnen zu helfen.“

Modi wird auch in Dänemark und Frankreich erwartet. Mit dieser dreitägigen Reise versucht Indien, ein Gleichgewicht zwischen seinen Beziehungen zum Westen und zu Russland herzustellen, das einen großen Teil seines Waffen- und Energiebedarfs deckt.