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EU-Ratspräsident Michel in Odessa: "Wir stehen an Ihrer Seite"

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Von su  mit dpa, AP, AFP
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Wegen eines Raketenangriffs musste ein Besuch von EU-Ratspräsident Charles Michel in der ukrainischen Hafenstadt Odessa vorübergehend unterbrochen werden. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal mussten die Teilnehmer Schutz suchen, da Raketen in der Region Odessa einschlugen, wie es aus EU-Kreisen hieß.

"Europatag 2022. EU-Ratspräsident Charles Michel und der Ministerpräsident der Ukraine Denys Shmyhal in einem Luftschutzkeller während eines Raketenangriffs auf Odessa"

Charles Michel, EU-Ratspräsident: 

„Der Kreml will Ihren Geist von Freiheit und Demokratie vernichten, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es denen das nicht gelingt. Liebe ukrainische Freunde, ich bin am Europatag mit einer einfachen Botschaft nach Odessa gekommen: Sie sind nicht allein. Wir stehen an Ihrer Seite.”

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"Ich habe Silos gesehen, voller Getreide, Weizen und Mais, bereit für den Export. Diese dringend benötigte Nahrung steckt wegen des russischen Krieges und der Blockade der Häfen am Schwarzen Meer fest. Mit dramatischen Folgen für gefährdete Länder. Wir brauchen eine globale Antwort."

Michel sprach per Videoschalte mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter anderem über den geplante Solidaritätsfonds für den Wiederaufbau der Ukraine. 

ANGRIFFE UND ASOWSTAL-TRAUMA

Militärisch lief der Tag laut russischem Verteidigungsministerium so:

Igor Konaschenkow, Sprecher:

„Raketentruppen und Artillerie trafen acht Kommandoposten, 26 Artillerieeinheiten sowie 211 Gebiete mit vielen Arbeitskräften und militärischer Ausrüstung. Die Angriffe haben mehr als 350 Nationalisten eliminiert und bis zu 56 gepanzerte und motorisierte Fahrzeuge.“

Überlebende aus dem belagerten Stahlwerk Asowstal in Mariupol ruhen sich erst mal in Zelten aus. Sie haben die Hölle durchgemacht, abgeschottet auf dem Firmengelände, tagelang von russischem Militär bombardiert. Victor Mitchta, ein befreiter Zivilist, sagte, er habe mindestens fünf Mal gedacht, dass er rausgeholt würde. Die Lebensbedingungen seien schrecklich gewesen. Keiner wisse, ob alle Zivilisten aus der Fabrik rausgekommen  seien. Von ukrainischer Seite hieß es, die Alten, Kinder und Frauen seien raus. In der Asowstal-Anlage gibt es insgesamt 10 Bunker.

su mit dpa, AP, AFP