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Scholz empfängt Fernández: Ukraine-Krieg macht auch Argentinien zu schaffen

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Von Euronews
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Argentiniens Präsident Alberto Ángel Fernández
Argentiniens Präsident Alberto Ángel Fernández   -   Copyright  Natacha Pisarenko/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt den argentinischen Präsidenten Alberto Ángel Fernández in Berlin. Bei den Gespräch zwischen beiden Staatmännern geht es vor allem um außen- und wirtschaftspolitische Themen, aber auch um den Krieg in der Ukraine.

+++ Sehen Sie oben die Pressekonferenz mit Olaf Scholz und Alberto Fernández +++

In den vergangenen Monaten war Staatschef Fernández immer wieder in die Kritik geraten, weil sich die wirtschaftliche Lage Argentiniens auch in seiner Amtszeit seit 2019 nicht verbessert hat. 

In Berlin sagte Fernández, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur Europa, sondern die ganze Welt beeinflusse. Europa könne auf Argentinien zählen, wenn es darum gehe, Demokratinen auf der ganzen Welt zu unterstützen und zu stärken. 

Sanktionen gegen Russland machen auch Argentinien zu schaffen

Die Sanktionen gegen Russland seien auch in Argentinien spürbar, erklärte Präsident Fernández. Lebensmittel- und Energiepreise seinen stark gestiegen, in seinem Land, das ohnehin unter einer hohen Inflation leide. Die Teuerungsrate in Argentinien liegt derzeit bei gut 50 Prozent.

Fernández warb außerdem für eine Zusammenarbeit mit Argentinien, auch im Bereich moderner Technologien wie Wasserstoff sowie als Lieferant von Agarprodukten.   

Der argentinische Präsident iat auf seiner Europareise auf der Suche nach Handelsabkommen. Einen Tag zuvor traf er den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und König Felipe VI. Morgen wird Fernández nach Frankreich reisen, um mit seinem Amtskollegen Emmanuel Macron zu sprechen. 

Im Januar hatte Fernández eine Einigung mit dem Internationalen Währungfond (IWF) über ein neues Kreditabkommen getroffen. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung von Argentinien leben in Armut.

Bei einer Inflation von rund 55 Prozent retten Argentinier, die es können, Erspartes in US-Dollar. Doch die sind inzwischen knapp, denn der Staat, der jede Menge Auslandsschulden bezahlen muss, braucht seine Reserven selbst und hat den Umtausch beschränkt.

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