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Im Krieg gefallen: Kiew trauert um den 24-jährigen Maidan-Helden Roman Ratuschny

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Von Euronews  mit AFP/AP
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Ein Foto des Demokratie-Aktivisten und gefallenen Soldaten Roman Ratuschny
Ein Foto des Demokratie-Aktivisten und gefallenen Soldaten Roman Ratuschny   -   Copyright  AP Photo/Natacha Pisarenko

In Kiew haben Hunderte Ukrainer:innen mit großer Anteilnahme Abschied von dem im Krieg gefallenen Demokratie-Aktivisten Roman Ratuschny genommen.

Der 24-Jährige wurde am 9. Juni nahe der Stadt Isjum in der ostukrainischen Region Charkiw bei Kämpfen mit russischen Truppen getötet.

Ratuschny hatte eine wichtige Rolle bei der pro-europäischen Maidan-Bewegung 2013 bis 2014 gespielt. Wegbegleiter und Freude sind über seinen Tod zutiefst bestürzt. Er habe eine Art Vorreiterrolle gespielt, meint die Journalistin und TV-Moderatorin Miroslawa Bartschuk.

"Die russische Matrix, diese Art des Denkens, der Kultur und der Werte - ist falsch und tödlich, Und sie ist gefährlich für uns. Das ist Romans Vermächtnis, diese Matrix zu bekämpfen und zu beseitigen."

Oleh Nikyforov, ein Freund des Verstorbenen, sagt: "Roman ist die Generation, die die Zukunft der Ukraine darstellt. Menschen, die nicht in etablierten Mustern denken und leben, die verstehen, was richtig und was falsch ist... Das ist eine andere Dimension."

Mit 16 als einer der Ersten auf dem Maidan

Nach der Trauerfeier im Sankt-Michaels-Kloster in der Hauptstadt versammelten sich die Menschen in Gedenken an den 24-Jährigen auf dem Maidan. Für viele ist Ratuschny ein Held der Revolution. Im Winter 2013, damals noch ein Schüler, war er einer der ersten Demonstranten auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz.

Später engagierte er sich im Kampf gegen die Korruption - und trat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in die Armee ein.

Ratuschny soll auf dem Baikowe-Friedhof in Kiew beigesetzt werden, auf dem viele berühmte ukrainische Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte haben.