"Russland ist die größte Bedrohung für unsere Sicherheit"

Gesamtansicht der Sitzung des Nordatlantikrats mit den anderen Staatschefs auf dem NATO-Gipfel in der IFEMA-Arena in Madrid, Donnerstag, 30. Juni 2022.
Gesamtansicht der Sitzung des Nordatlantikrats mit den anderen Staatschefs auf dem NATO-Gipfel in der IFEMA-Arena in Madrid, Donnerstag, 30. Juni 2022. Copyright JONATHAN ERNST/AP
Von Evelyn Laverick
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Das neue strategische Konzept der NATO nennt Russland die „größte und unmittelbarste Bedrohung für die Sicherheit“. China wird als Herausforderung eingestuft.

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Es ist der letzte Tag des NATO-Gipfels in Madrid. Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Länder haben das Bündnis bereits um zwei Staaten erweitert, Schweden und Finnland werden aufgenommen, die NATO-Reaktionskräfte werden umstrukturiert und massiv aufgestockt. Und die NATO benennt wieder ein klares Feindbild.

Das neue strategische Konzept der NATO macht deutlich, dass Russland die größte und unmittelbarste Bedrohung für unsere Sicherheit darstellt.
Jens Stoltenberg
NATO-Generalsekretär

Es geht es unter anderem um dem Kampf gegen den Terrorismus und die weltweite Lebensmittelkrise. Vor allem das Spanien hatte darauf gedrängt, beim NATO-Gipfel auch die Lage in den südlichen Nachbarstaaten der Allianz  zu besprechen, denn Russland sei in einigen Ländern der Sahel-Zone zunehmend präsent.

Neben der Zusage, die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland "so lange wie nötig" zu unterstützen, stärkt die NATO ihre Ostflanke. Auch die USA werden ihre militärische Präsenz in Europa verstärken. 

Zum Westen zählten die lange neutralen Mitglieder Schweden und Finnland politisch schon immer, insbesondere Finnland hat schon lange die Anbindung praktiziert, auch ohne NATO Mitgliedschaft.

Finnland hat über Jahrzehnte hinweg eine verstärkte Partnerschaft mit der NATO, eine bilaterale Zusammenarbeit mit den USA und mit Großbritannien aufgebaut.
Sauli Niinisto
Finnischer Präsident:

Auch wenn Russland wegen des Krieges gegen die Ukraine im Mittelpunkt des Gipfels steht, sieht das Bündnis das Konfliktpotential nicht ausschließlich in Moskau. Um den wachsenden Herausforderungen durch das massiv aufrüstende und zunehmend aggressiver empfundene China zu begegnen, will die NATO Partnerschaften mit Nicht-NATO-Staaten stärken.

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