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Nordmazedonien: Streit mit Bulgarien im Vorfeld der Beitrittsverhandlungen

Streit zwischen Skopje und Sofia
Streit zwischen Skopje und Sofia Copyright AFPROBERT ATANASOVSKI / AFP
Copyright AFPROBERT ATANASOVSKI / AFP
Von Borjan Jovanovski
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Bulgarien will, dass Nordmazedonien die bulgarische Minderheit anerkennt.

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Nordmazedonien wartet schon lange. Das kleine Land will der EU beitreten und hat dafür sogar seinen Namen geändert, weil EU-Mitglied Griechenland das so wollte. Jetzt hat ein anderes EU-Land Probleme mit einem EU-Beitritt Nordmazedoniens. Bulgarien. Sofia fordert, dass Nordmazedonien die bulgarische Minderheit im Land anerkennen müsse. Und dazu solle die Verfassung geändert werden.

Ein Demonstrant meint: "Wir lassen uns von den Bulgaren nicht erpressen. Sie meinen, sie können uns auf dem Nase herumtanzen. Wir werden beim EU-Beitritt seit Jahren benachteiligt."

Die Proteste gegen die Forderungen aus Bulgarien arteten in Gewalt aus, fast 50 Polizisten wurden verletzt, mehrere Demonstranten festgenommen. Skopje will auf alle Fälle mit den Verhandlungen zum Beitritt schnellstmöglichst beginnen.

Der zuständige Minister, Bojan Maricic: "Wir verstehen die Sorgen und die Emotionen der Menschen, aber es geht hier um die strategische Ausrichtung unseres Landes. Es ist machbar, dass wir als Mazedonier mit unserer mazedonischen Sprache in die Europäische Union kommen."

Auch ein jahrzehnte alter Sprachenstreit ist wieder aufgeflammt, obwohl Bulgarien die mazedonische Sprache schon anerkannt hatte, die sie früher lediglich als einen Dialekt des Bulgarischen bezeichnete. Die Verfassung in Nordmazedonien kann nur mit einer Zweidrittelmehrheit geändert werden. Doch die Oppositionsparteien wollen auf keinen Fall mitziehen. Oppositionspolitiker Aleksandar Nikoski: "Wir sagen ganz klar, dass wir gegen die Änderung der Verfassung sind, - aus einem einfachen Grund, das geht an unsere Wurzeln, die Bulgaren verlangen zuviel."

Nordmazedonien steht an einem historischen Scheideweg.

Es muss wählen zwischen dem Weg in Richtung EU, der nationale Gefühle herausfordert, oder dem Weg zu unbekannten Zielen, den eine immer weiter wachsende Gruppe von EU-Gegnern anbietet."

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