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Leben im Zug: Flüchtlingsunterkunft für ukrainische Rückkehrer in Irpin

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Von Euronews mit AP
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Ein Zug in Irpin bietet ukrainischen Familien, deren Häuser zerstört wurden, eine Zuflucht.
Ein Zug in Irpin bietet ukrainischen Familien, deren Häuser zerstört wurden, eine Zuflucht.   -   Copyright  AP Photo

Ein umfunktionierter Zug ist ihr neues Zuhause. Die ukrainische Familie Kagarlytski ist in ihre Heimatstadt Irpin zurückgekehrt. Vater Yevhen, Mutter Mila wohnen jetzt mit ihrem Sohn Vlad und 25 anderen Familien in einem Zug in Irpin, einem Vorort der Hauptstadt Kiew. Ihr Haus in Iprin wurde komplett zerstört. Der Zug ist ihr provisorisches Zuhause.

Damals, als die russischen Streitkräfte näher auf Irpin näher rückten, sind die Kagarlytski gerade noch rechtzeitig aus der Stadt herausgekommen, erzählt Mila Kagarlytski: „Wir fuhren am 4. März weg. Es war der letzte Tag, an dem wir mit dem Auto wegfahren konnten. Am nächsten Tag wurde alle Kommunikationswege abgeschnitten.“ Als die Kagarlytskis mit ihrem Auto aus der Stadt herausfuhren, waren die russischen Panzer bereits in Irpin.

Sohn Vlad vermisst seine Freunde

Die Familie ist von einem Ort zum nächsten geflüchtet. Die russische Armee zog Ende März sich aus Irpin zurück. Die Kagarlytskis wollten dann nach monatelanger Flucht wieder in ihre Heimatstadt zurück. Besonders für den 12-jährigen Sohn ist das Leben auf der Flucht hart gewesen. Er hat seine Freunde sehr vermisst: „Ja, ich würde sehr gerne wieder zur Schule gehen. Meine Freunde sind da. Mein Freund war die ganze Zeit in Irpin.“

Das Haus der Kagarlytskis ist durch den russischen Raketenbeschuss nicht mehr bewohnbar. Sie fanden dort nur noch Schutt und zerbrochenes Glas. Aber ihre Katze Alice haben sie lebend wieder gefunden.

Leben im Zug, aber für wie lange noch?

Jetzt müssen sie mit den anderen Flüchtlingsfamilie in einem Zugwaggon wohnen. „Wir bekommen täglich drei kostenlose Mahlzeiten. Es gibt Duschen, eine Küche und ein Restaurant. Insgesamt sind die Zustände gut“, erzählt Mila Kagarlytskis, „aber wie lange wir hier bleiben können, wissen wir nicht. Denn im Moment können wir nirgendwo sonst hingehen.“ Die Kagarlytskis sind zwar in ihrer Heimatstadt Irpin zurück. Aber ihre Fluchtgeschichte ist noch nicht zu Ende.