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25 Tonnen Weltraum-Schrott: Wo crasht Chinas Rakete Langer Marsch B5 auf die Erde?

Chinesische Rakete vom Typ Langer Marsch B5 beim Start
Chinesische Rakete vom Typ Langer Marsch B5 beim Start Copyright Li Gang/Xinhua
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Von Euronews mit AP, space.com
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An diesem Wochenende wurde der Eintritt der nicht wirklich steuerbaren tonnenschweren Rakete aus China in die Erdatmosphäre erwartet.

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An diesem Wochenende - vermutlich schon an diesem Samstag - wurde der Crash einer chinesischen Rakete vom Typ Langer Marsch B5 auf der Erde erwartet. Da der tonnenschwere Booster dieser Rakete nicht wirklich steuerbar ist, weiß niemand genau, wo und wann er in die Atmosphäre eintreten wird.

Experten der Aerospace Corporation davon aus, dass der 25 Tonnen schwere Booster der Rakete vom Typ Langer Marsch 5B an diesem Samstag gegen 20 Uhr 18 mitteleuropäischer Sommerzeit die Erdatmosphäre erreicht. Allerdings gibt es eine Fehlermarge von fünf Stunden.

Die Trägerrakete hat weniger als eine Woche in der Erdumlaufbahn verbracht. Sie war am 24. Juli gestartet und hatte das zweite Modul für die chinesische Raumstation Tiangong (auf Deutsch: "Himmelspalast") ins All gebracht.

Auch wenn damit gerechnet wurde, dass der größte Teil des Raketenkörpers verglüht, könnten aber große Teile - nämlich 5,5 bis 9,9 Tonnen Material - auf die Erde prallen, wie Space.com berichtet. Die Voraussage, wo der Einschlag stattfinden wird, ist schwierig. Laut jüngsten Berechnungen erscheint es wenig wahrscheinlich, dass der Booster in Europa oder Nordafrika einschlägt.

China geht davon aus, dass die Rakete in den Ozean stürzen wird. Das Land verzichtet auf bei der Rückkehr in die Umlaufaufbahn der Erde kontrollierbare Raketen - und hält das Risiko für hinnehmbar.

Der Raketen-Booster war zunächst mit einer Geschwindigkeit von mehr als 27.000 km/h unterwegs.

Die Europäische Luft- und Raumfahrtagentur (Easa) hat die Luftaufsichtsbehörden, Airlines und Flugsicherungen dazu aufgefordert, die Voraussagen für den Crash der chinesischen Rakete zu beobachten, da diese mit der Annäherung an die Erde immer präziser werden.

Kritik an der chinesischen Methode

Dies ist bereits der dritte unkontrollierte chinesische Raketenabsturz innerhalb von drei Jahren sorgt wiederum für Aufregung und Alarmbereitschaft in der internationalen Raumfahrt, schließlich stürzt nicht alle Tage eine Rakete mit einem Gewicht von etwa 22,5 Tonnen zur Erde. 

Die NASA übt heftige Kritik an der chinesischen Methode, Schrottteile unkontrolliert abstürzen zu lassen. Internationaler Standard sei, Raketen so zu bauen, dass sie beim Eintritt in die Atmosphäre in kleine Teile zerfallen.

Raumfahrtnationen müssten die Gefahren für Menschen und Eigentum auf der Erde durch den Wiedereintritt von Raumfahrtobjekten minimieren und möglichst große Offenheit hinsichtlich solcher Operationen demonstrieren, so Nasa-Chef Bill Nelson.

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