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William und Harry halten Totenwache am Sarg der Queen

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Von euronews  mit dpa
Das Staatsbegräbnis für die verstorbene Königin ist am kommenden Montag geplant.
Das Staatsbegräbnis für die verstorbene Königin ist am kommenden Montag geplant.   -   Copyright  Aaron Chown/PA

Die acht Enkel der verstorbenen Königin Elisabeth II. haben sich im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten zu einer Totenwache versammelt. Sie standen 15 Minuten am Sarg der Verstorbenen, schweigend und mit gesenkten Köpfen. Thronfolger Prinz William stand am Kopf des aufgebahrten Sarges. 

Ausnahmsweise durfte auch Harry zu dem Anlass eine militärische Uniform tragen. Obwohl der 38-Jährige in Afghanistan gedient hat, bleibt ihm dies wegen seines Rückzugs aus dem Königshaus mittlerweile sonst eigentlich verwehrt.Harry musste seine militärischen Titel danach niederlegen, bei den bisherigen Trauerzeremonien trug auch er zivile Kleidung. Nach Kritik daran, dass für Andrew eine Ausnahme gemacht wurde, änderten sich jedoch auch für Harry die Regeln. Dieser lebt mit seiner Frau Meghan und den Kindern Archie und Lilibet inzwischen in den USA.

Am Nachmittag überraschten König Charles III. und Prinz William die Wartenden in der Schlange zum Sarg von Queen Elisabeth. Sie schütelten Hände und dankten den Menschen für ihre Geduld. Viele stehen stundenlang an, teilweise über Nacht um den Sarg der verstorbenen Königin noch einmal zu sehen.

Zeitweise lag die Wartezeit bei über 24 Stunden, inzwischen ist es etwas weniger. Der geschlossene Sarg ist noch bis Montagmorgen in Westminster Hall aufgebahrt. Dann folgt das offizielle Staatsbegräbnis.

Am Freitagabend hatten König Charles III. und seine Geschwister - ebenfalls für eine Viertelstunde - die Totenwache am Sarg übernommen.König Charles III., Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward positionierten sich am Abend um den Sarg herum, legten die Hände ineinander und senkten den Blick.

Die Totenwache war Berichten zufolge die einzige Gelegenheit während der Feierlichkeiten, bei der Prinz Andrew eine Uniform tragen durfte. Die Queen hatte ihrem zweitältesten Sohn Anfang des Jahres wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein die militärischen Dienstgrade aberkannt. Bei allen anderen Zeremonien war er in Zivil gekleidet.