Kokainkonsum, Familiendramen und Erstes Mal: Neue Aussagen aus Prinz Harrys Biografie

Auf dem Tisch liegt eine spanische Kopie von Prinz Harrys Autobiografie.
Auf dem Tisch liegt eine spanische Kopie von Prinz Harrys Autobiografie.   -   Copyright  AP/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews  mit AP

Einige Tage vor der Veröffentlichung seines Buches sind weitere hochinteressante Aussagen aus Prinz Harrys mit Spannung erwarteter Autobiografie mit dem Titel „Reserve“ veröffentlicht worden.

Harry scheint kein Blatt vor den Mund genommen zu haben

Vom Verlust seiner Mutter bis hin zum Verlust seiner Jungfräulichkeit scheint es, als blieben nur wenige Themen unberührt in dem Buch, das am Dienstag in den Verkauf gehen wird.

Unter anderem verrät der Prinz dort, dass er als Soldat in Afghanistan 25 Taliban-Kämpfer getötet habe. Er habe sie nicht als Menschen, sondern als Schachfiguren gesehen.

Andere Aussagen geben genaueren Einblick in die angespannte familiäre Situation des Ex-Royals.

Bruder-Rivalität zwischen Harry und William durch Meghan angestachelt

Als sein Vater König Charles seinen Söhnen Camilla vorgestellt hat, habe Harry Angst vor einer bösen Stiefmutter gehabt und seinem Vater davon abgeraten, sie zu heiraten.

Das Buch ist geprägt von der Rivalität mit William, der Titel bezieht sich auf Harrys Status als „Reserve“ hinter seinem Bruder, der Thronanwärter ist. Nach Beginn seiner Beziehung mit der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle im Jahr 2018 habe sich die Rivalität noch verschlimmert und fand einen Höhepunkt in einer angeblichen körperlichen Auseinandersetzung 2019, aus der Harry mit kleineren Verletzungen hervorgegangen sei.

Meghan schreibt der Prinz währenddessen zu, ihn von seinem privilegierten Blick auf die Welt befreit zu haben. Außerdem findet er Erklärungen für Skandale in seiner Vergangenheit, zum Beispiel, als er im Jahr 2006 auf einer Verkleidungsparty eine Nazi-Uniform trug.

Des Weiteren schreibt der Prinz über seinen Kokainkonsum und darüber, dass er seine Jungfräulichkeit an eine ältere Frau verloren habe.

Tiefe Trauer über den Tod der Mutter

Es scheint jedoch auch eine tiefe, ungelöste Trauer durch die Erzählungen, immer wieder gibt es Bezüge zu seiner Mutter Diana, die er bei einem Autounfall in Paris verlor, als er zwölf Jahre alt war. So erzählt er unter anderem davon, wie Charles ihm die Nachricht des Todes seiner Mutter unterbrachte und seinen Sohn danach nicht in den Arm genommen habe.

Harrys Familie hat sich derweil noch nicht zu seiner Autobiografie und den darin enthaltenen Vorwürfen geäußert.