Putins neuer General für die "Spezialoperation": Sergej Surowikin

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Von Christophe Garach
Wladimir Putin mit dem neuen Oberbefehlshaber der "militärischen Spezialoperation", Armeegeneral Sergej Surowikin
Wladimir Putin mit dem neuen Oberbefehlshaber der "militärischen Spezialoperation", Armeegeneral Sergej Surowikin   -   Copyright  Alexei Druzhinin/Sputnik

Nach einer Serie von Niederlagen hat die russische Armee den Kommandeur ihrer Ukraine-Offensive ausgetauscht. Die russischen Streitkräfte stehen unter starkem Druck und befindet sich in weiten Teilen der Frontlinie in der Ukraine auf der Flucht, 200 Quadratkilomer hat die Ukraine nach eigenen Angaben seit Anfang des Monats zurückerobert.

Unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven bereiten die russischen Besatzer in dem von Moskau annektierten südukrainischen Gebiet Cherson die Evakuierung von Zehntausenden Zivilisten vor. 

Vorbestraft und bekannt für seine Brutalität: Armeegeneral Sergej Surowikin

Armeegeneral Sergej Surowikin sei zum Kommandeur der Truppen „im Gebiet der militärischen Spezialoperation“ ernannt worden, gab das Verteidigungsministerium in Moskau am via Onlinedienst Telegram bekannt. Der neue Oberbefehlshaber ist hochdekorierter Kommandeur mit Kampferfahrung in der Ukraione, Tschetschenien und Syrien – und er ist für seine Brutalität bekannt. Er saß sechs Monate im Gefängnis, nachdem unter seinem Kommando in Moskau drei Demonstranten wurden, außerdem wurde er wegen illegalen Waffenhandels verurteilt.

Iranische "Kamikaze-Drohnen" treffen Saporischschja

Durch russischen Beschuss mit "Kamikaze-Drohnen" ist die Zahl der Todesopfer eines Angriffs auf ein Wohnhaus in Saporischschja auf 11 gestiegen. Es soll sich um Drohnen des Typs Shahed-136 aus iranischer Produktion handeln. Auch andere Raketen seien in der Stadt eingeschlagen, eine Person verletzt worden sei. Das iranische Außenministerium hat die Lieferung von Drohnen an Russland bisher bestritten.

AKW Saporischschja von Stomversorgung abgeschnitten

Die internationale Atomaufsichtsbehörde IAEA hat erneut eine Schutzzone für das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja gefordert. Durch erneuten Beschuss wurde die Stromleitung unterbrochen, die die Kühlsysteme des von Russland gehaltenen Kraftwerks versorgt. Die Anlage versorge sich jetzt mit ihren Notfall-Dieselgeneratoren, die automatisch angesprungen seien. Die Internationale Atomenergiebehörde kritisiert den Beschuss des AKW Saporischschja als unverantwortlich.