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Judo-Grand-Slam in Abu Dhabi: Gneto mit Innensichel erfolgreich

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Von euronews
Die vier Medaillengewinnerinnen in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm.
Die vier Medaillengewinnerinnen in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm.   -   Copyright  Sabau Gabriela/IJF   -  

Nur eine Woche nach der Weltmeisterschaft in Taschkent steht an diesem Wochenende der Grand Slam in Abu Dhabi im Mittelpunkt des Judo-Interesses.

Die WM in Taschkent hatte sportlich, aber auch in Sachen Begeisterung Großes zu bieten gehabt.

In Abu Dhabi sind 414 Judoka aus 65 Ländern dabei.

Bei den Männern bis 60 Kilogramm zog WM-Bronzemedaillengewinner Yang Yung Wei ins Finale ein, dort verlor er beim Grand Slam jedoch gegen Giorgi Sardalaschwili aus Georgien.

Im Alter von 19 Jahren war es Sardalaschwilis erster Sieg bei einer Veranstaltung der Welttour. Der Georgier war 2021 Juniorenweltmeister.

Er erhielt die Goldmedaille aus den Händen von Marius Vizer, dem Vorsitzenden des Judoweltverbandes.

„Yang ist ein Klassejudoka, aber ich habe mir seine Techniken angesehen und war für das Finale bereit. Ich habe all das getan, wozu mir mein Trainer geraten hat. Jetzt sieht man das Ergebnis: Ich habe die Goldmedaille", sagte Sardalaschwili.

Gneto wirft Keldijorowa auf die Matte

Astride Gneto aus Frankreich erkämpfte sich wie schon 2016 die Goldmedaille beim Grand Slam von Abu Dhabi. Die Judoka - in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm Achte der Weltrangliste - war im Kampf um Gold gegen Dijora Keldijorowa aus Usbekistan siegreich.

Im Finale brachte Gneto einen O-Uchi-Gari an. Die kleine Innensichel war das Erfolgsrezept.

Mohammed Bin Taaloob Al Derie, Vorsitzender des Judoverbandes der Vereinigten Arabischen Emirate, überreichte die Medaillen.

„Ich bin sehr glücklich, denn bereits meine erste Grand-Slam-Medaille habe ich in Abu Dhabi geholt, damals noch als Juniorin. Heute war ein guter Tag, ich bin sehr glücklich", sagte die Siegerin.

Figueroa bei den Damen bis 48 kg unschlagbar

Julia Figueroa war in Abu Dhabi in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm Spitze. Die 31 Jahre alte Spanierin gewann das Finale gegen Francesca Milani aus Italien. Es war Figueroas dritter Sieg bei einem Grand Slam. Juan Carlos Barcos, Direktor für Auswärtige Beziehungen beim Judoweltverband, ehrte die Siegerin.

Einen Sieg für den italienischen Judoverband heimste Elios Manzi am ersten Wettkampftag ein. In der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm holte sein Landsmann Matteo Piras zudem die Bronzemedaille, es ließ sich gut an für die italienischen Judoka am Persischen Golf. Der stellvertretende Vorsitzende des Judoweltverbandes Obaid Al Anzi war für die Siegerehrung zuständig.

Auch Südkorea hatte in Abu Dhabi Überzeugendes anzubieten: Nämlich in Person von Huh Mimi. Sie besiegte im Finale der Damen bis 57 Kilogramm Olympiasiegerin Nora Gjakova. Siteny Randrianasoloniaiko, stellvertretender Vorsitzender des Weltverbandes, händigte das Edelmetall aus. Huh Mimi hat im Alter von 19 Jahren jetzt bereits zwei Grand-Slam-Siege vorzuweisen.

Der zweite Wettkampftag in Abu Dhabi verspricht auch einiges. Dieses Wochenende steht wieder voll im Zeichen des Judosports.