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Abschluss der Judo-WM: Japan bleibt der Maßstab - Bronze für Deutschland

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Von euronews
Goldener Jubel nach dem letzten Wettkampf der WM
Goldener Jubel nach dem letzten Wettkampf der WM   -   Copyright  International Judo Federation   -  

Die Judoweltmeisterschaft 2022 in Taschkent gibt ihren Ausstand. Zum Abschluss der Wettkämpfe standen keinen einzelnen Judoka, sondern bei der Gruppenkonkurrenz die Auswahlen der unterschiedlichen Verbände im Mittelpunkt.

Wie bei der WM im Vorjahr gewann Japan den letzten zu vergebenen Weltmeistertitel, Silber ging an Frankreich. Auch der Deutsche Judo-Bund freute sich über Edelmetall: Deutschland und Israel gewannen jeweils Bronze. Damit waren die vier Länder auf den ersten Plätzen vertreten, die bei den Olymischen Sommerspielen von Tokio im vergangenen Jahr ebenfalls die Medaillen unter sich ausmachten.

Die Französin Romane Dicko, die am Vortag Gold im Einzel gewann, trug zum zweiten Platz ihres Landes im Kollektivwettkampf bei, indem sie Wakaba Tomita bezwang.

Es war eine knappe Angelegenheit zwischen Frankreich und Japan. Kenshi Harada brachte seine Farben im Vergleich der Judoka bis 73 Kilogramm mit 3:2 in Führung.

Der Kampf der Damen bis 70 Kilogramm wurde zum entscheidenden Duell: Die Französin Marie Eve Gahié stand unter Zugzwang. Die frühere Weltmeisterin musste gegenüber Saki Niizoe die Oberhand behalten, um den Sieg Japans abzuwenden. Aber daraus wurde nichts. Niizoe war stärker, sicherte ihrem Land das 4:2 und damit den Weltmeistertitel. Es bleibt dabei: Seit der Einführung des Ländervergleichs bei der WM 2017 holte stets Japan Gold. Das große Ziel lautet jetzt, diesen Erfolg auch bei den Olympischen Spielen 2024 zu bestätigen.

Laszlo Toth, der Vorsitzende des Europäischen Judoverbandes und zugleich Vize des Weltverbandes, war für die Siegerehrung zuständig.

„Ich wusste, dass ich eine wichtige Aufgabe hatte, weil ich der erste Kämpfer war. Aber mir ist es gelungen, mein Judo zu zeigen, das hat man auf der Matte gesehen", so Goki Tajima.

Und Saki Niizoe sagte: „Kenshi Harada hat mir die Aufgabe mitgegeben, den letzten Sieg zu holen. Ich bin der Verantwortung gerecht geworden und bin sehr froh darüber."

Nächste WM findet in Katar statt

Der usbekische Verbandspräsident Azizjon Kamilow übergab die Fahne an den Generalsekretär des Weltverbandes, Jean-Luc Rougé, und dieser dann an Eid Ali Al-Muraikhi, den Vorsitzenden des Judoverbands von Katar. Denn das Emirat ist Ausrichter der kommenden Weltmeisterschaft im Mai 2023.

Im Medaillenspiegel der WM liegt Japan mit fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen auf dem ersten Platz, gefolgt von Brasilien und dem Gastgeberland Usbekistan.