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Polen: Krisensitzung des Sicherheitsrates nach mutmaßlichem Raketenbeschuss

Polen: Krisensitzung  des Sicherheitsrates nach mutmaßlichem Raketenbeschuss
Copyright Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
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Der polnische Sicherheitsrat ist zu einer Krisensitzung zusammengekommen, nachdem es Berichte über einen Raketeneinschlag nahe der Grenze zur Ukraine gegeben hat. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestritt eine Verwicklung russischer Waffen in den mutmaßlichen Zwischenfall.

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In Polens Grenzgebiet zur Ukraine sind bei einer Explosion auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Ursache für die Explosion in dem Ort Przewodow sei noch ungeklärt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hrubieszow, unbestätigte Berichte sprechen von einem Raketeneinschlag.

Der private polnische Radiosender Zet hatte berichtet, zwei verirrte Raketen seien nahe der Grenze eingeschlagen. Die russische Armee hatte am Dienstag die Ukraine mit über 90 Raketen und Marschflugkörpern beschossen. Auch die westukrainische Stadt Lwiw war nach Behördenangaben am Dienstag Ziel russischer Angriffe gewesen. Es könnte sich auch um fehlgeleitete Teile etwa des ukrainischen Flugabwehrsystems handeln.

 Sicherheitsrat und Regierung zu Dringlichkeitssitzungen einberufen

Offizielle Angaben zur Ursache der Dringlichkeitssitzungen wurden zunächst nicht gemacht. Berichte legten allerdings einen Zusammenhang mit dem massiven russischen Raketenbeschuss am Dienstag auf das Nachbarland Ukraine nahe.

Regierungssprecher Piotr Müller warnte allerdings davor, ungeprüfte Informationen zu verbreiten. Alle Informationen aus dem Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung der polnischen Regierung sollten später auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 

Auch die deutsche Außenministerin äußerte sich zurückhaltend: Man beobachte die Situation genau und stehe in Kontakt mit den polnischen Freunden und allen Nato-Verbündeten, twitterte Annalena Baerbock.

Moskau dementiert

Das Verteidigungsministerium in Moskau wies die Berichte über den angeblichen Einschlag in Polen am Abend als „gezielte Provokation“ zurück. Es seien keine Ziele im ukrainisch-polnischen Grenzgebiet beschossen worden, teilte das Ministerium mit. Auch die in polnischen Medien verbreiteten Fotos angeblicher Trümmerteile hätten nichts mit russischen Waffensystemen zu tun, hieß es weiter.

Nato prüft Berichte

Auch das US-Verteidigungsministerium erklärte, Berichte über den angeblichen Einschlag von zwei russischen Raketen in Polen würden geprüft. Die Presseberichte seien dem Pentagon bekannt, zum jetzigen Zeitpunkt habe das Ministerium aber keine Informationen, die diese Berichte bestätigen könnten.

Auch der US-Regierung lagen zunächst keine Informationen vor, dass es sich um einen Zwischenfall mit Beteiligung russischer Waffen handele. 

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban berief als Reaktion auf den mutmaßlichen Zwischenfall im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet den Nationalen Verteidigungsrat ein.

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