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Pulverfass Kosovo - militante Serben errichten neue Barrikaden im geteilten Mitrovica

Straßenblockade in Mitrovica
Straßenblockade in Mitrovica Copyright Bojan Slavkovic/AP
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Von Andrea Büring mit dpa
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Wegen der Spannungen im Kosovo hat der serbische Präsident Vucic die serbische Armee erneut in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Hintergrund der neuen Spannungen im Kosovo ist die Verhaftung eines serbischstämmigen Polizisten.

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Im Kosovo ist die Stimmung weiter aufgeheizt. Im Norden des Landes errichteten militante Serben neue Straßenbarrikaden - zum ersten Mal in einer größeren Stadt. Diese wurden über Nacht aufgbaut und blockieren den Zugang zu einem von Bosniaken bewohnten Viertel im geteilten Mitrovica. Vorausgegangen war die Verhaftung eines serbischstämmigen Beamten der Kosovo-Polizei, der Mitglieder der Wahkommission angegriffen haben soll.

Das heute hauptsächlich von Albanern bewohnte Kosovo gehörte früher zu Serbien und ist seit 2008 unabhängig - womit sich die Regierung in Belgrad aber nicht abfindet.

Bei einem Treffen mit dem serbischen Patriarchen Porfiri erklärte Präsident Aleksandar Vucic, die Unruhen würden weiter anhalten. Sie seien ein Nebenschauplatz des Krieges in der Ukraine. Der Westen würde versuchen, die "ungehorsamen" Menschen in Serbien zu brechen. (Quelle: Tanjug)

Am Montag versetzte Vucic die Armee in höchste Alarmbereitschaft.

Seit fast drei Wochen blockieren militante Serben bereits Straßen zwischen Nord-Mitrovica und den Grenzübergängen nach Serbien. Ein Gebiet, in dem hauptsächlich Serben, allerdings auch Albaner und Bosniaken leben. Pristina appellierte an die Nato-geführte Schutztruppe, die Unruhen zu beenden.

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