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Erdbeben in Syrien: eine Krise innerhalb mehrerer Krisen - NGOs stoßen vor ihre Grenzen

Das Erdbeben hinterließ in Syrien eine Schneise der Verwüstung
Das Erdbeben hinterließ in Syrien eine Schneise der Verwüstung Copyright Hussein Malla/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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Nordwestsyrien war vor dem Erdbeben bereits ein humanitärer Brennpunkt. Doch die letzten Tage haben der Region den letzten Rest gegeben.

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Nach den verheerenden Erdbeben läuft die Hilfe in Syrien nur schleppend an. Hintergrund ist der zwölfjährige Bürgerkrieg: Es fehlt an politischer Kontrolle, viele Ortschaften sind verwüstet, Millionen Binnenflüchtlinge leben in Camps. Kurzum: das letzte, was Nordwestsyrien gebrauchen konnte, war eine Katastrophe wie diese.

De Syrien-Beauftragte von World Vision, Johan Mooij, sagte, "die Flüchtlingslager sind schrecklich. Es regnet, überall ist Schlamm." Außerdem warnte er, "wir haben Angst, dass es kein Trinkwasser gibt und sich Cholera ausbreiten könnte. Grundversorgungen gibt es nicht. Die Lage ist tatsächlich schrecklich."

Die meiste Hilfe kommt über die Türkei. Doch die Lieferungen werden durch die westlichen Sanktionen gegen Damaskus und die chaotische Lage an der Grenze erschwert. 

Mark Kaye vom International Rescue Committee sagte, "das gesamte Gebiet hängt von einem türkischen Grenzübergang für UN-Hilfen ab, der bereits zuvor nicht ausreichte. Wir müssen sicherstellen, dass Syrien nicht in Vergessenheit gerät. Erdbeben machen nicht vor Grenzen halt."

Wie das International Rescue Committee im Kurznachrichtendienst Twitter schreibt, habe das Erdbeben eine Krise innerhalb mehrerer Krisen geschaffen. Ein Brandherd zuviel für die gebeutelte Region.

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