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User gefrustet: Netflix bittet Trittbrettfahrer in Portugal und Spanien zur Kasse

Es drohen harte Zeiten bei geteilter Mattscheibe.
Es drohen harte Zeiten bei geteilter Mattscheibe. Copyright AP Photo/Gene J. Puskar
Copyright AP Photo/Gene J. Puskar
Von Euronews mit DPA/AP
Zuerst veröffentlicht am
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Serien-Junkies mit geteiltem Konto müssen jetzt ganz stark sei: Die Abo-Erweiterung kommt. In Portugal kostet sie 3,99 Euro im Monat pro hinzugefügter Person, in Spanien sind es 5,99 Euro.

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Portugiesische Netflix-Kund:innen sind stinksauer. Sogar eine Anfrage sozialistischer Abgeordneter an die Regierung zur Legalität der Maßnahme und dem Schutz der Verbraucherdaten gibt es schon.

Der Videostreaming-Riese hat ernst gemacht und das angekündigte Vorgehen gegen Konto-Trittbrettfahrer gestartet. Portugal und Spanien sind die beiden ersten Länder in Europa, in denen Familienmitglieder und Freunde, die außerhalb des Haushaltes wohnen, nicht mehr gratis mitschauen dürfen. Dafür entfallen nun 3,99 Euro im Monat pro hinzugefügter Person, in Spanien sind es 5,99 Euro.

Portugiesische Verbraucherschützer monieren, die Maßnahme sei nicht mit der Datenschutzverordnung vereinbar. Sie stelle den Schutz des Privatlebens infrage, da Netflix IP-Adressen verwenden und Kontobewegungen überwachen werde, um eine mögliche Weitergabe an andere Haushalte zu kontrollieren.

Wann der Zuschlag nach Deutschland oder Österreich kommt, ist noch nicht klar. Jenseits von Europa gilt die neue Regelung ab sofort auch in Neuseeland und Kanada.

Netflix hatte lange das Teilen von Zugangsdaten toleriert. Im Videostreaming-Geschäft gibt es inzwischen generell einen verstärkten Fokus auf Profitabilität, nachdem die vielen Anbieter jahrelang auf der Jagd nach höheren Nutzerzahlen waren. Unter anderem kündigte der Netflix-Rivale Disney gerade Kürzungen bei Ausgaben für die Produktion von Filmen und Serien an.

Eine zentrale Frage beim Vorgehen gegen das Teilen von Accounts wird sein, ob Netflix die betroffenen Nutzer halten kann oder sie einfach auf den Dienst verzichten. Netflix hofft auf die Anziehungskraft seiner exklusiven Inhalte. Zugleich hat der Dienste einen günstigeren Tarif mit Werbung eingeführt. Bisher machten davon dem Unternehmen zufolge eher neue Nutzer Gebrauch und nicht bestehende Kunden, die aus teureren Abos wechselten.

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