Russische Großoffensive im Donbas "ohne Tempo" (ISW)

Sasha Vakulina erklärt den Krieg
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Von Oleksandra Vakulina
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Das Institute for the Study of War sagt, die Großoffensive im Donbas kommt nicht in Gang.

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Ukrainische Militärs und nationalistische russische Pro-Kriegs-Stimmen spielen die Fähigkeit Russlands herunter, unter den gegenwärtigen Umständen der russischen Streitkräfte eine weitreichende groß angelegte Offensive im Gebiet Donezk zu starten – das ist die jüngste Schlussfolgerung des Instituts für Kriegsforschung (ISW).

Die Denkfabrik hat zuvor festgestellt, dass die russischen Streitkräfte die Initiative auf der Linie Svatove-Kreminna wiedererlangt haben, dass die Offensive jedoch noch nicht ihr volles Tempo erreicht hat

Das taktische Versagen der russischen Streitkräfte um Vuhledar in der Region Donezk hat wahrscheinlich den Glauben der russischen ultranationalistischen Gemeinschaft weiter geschwächt, dass die russischen Streitkräfte in der Lage sind, eine entscheidende Offensivoperation zu starten.

Das russische Militärkommando entsendet seine Elite-Einheiten in das Bakhmut-Gebiet – inmitten gemeldeter russischer schwerer Personalverluste hier – in kleineren Formationen, die städtische Infiltrationstaktiken anwenden, gemäß dem begrenzten Filmmaterial russischer Taktiken in dem Gebiet, das das ISW beobachtet hat.

Russische Offensivoperationen anderswo in der Region Donezk und entlang der Linie Svatove-Kreminna haben bisher zu geringfügigen Fortschritten ohne Bedeutung geführt.

Trotz des derzeitigen operativen Schwerpunkts auf das Zentrum des Donbass bleibt Russland besorgt über die Bewachung der äußersten Abschnitte seiner Front, sagt das britische Verteidigungsministerium.

Dies wird durch den fortgesetzten Bau von Verteidigungsanlagen in den Gebieten Saporischschja und Luhansk sowie den Einsatz von Soldaten belegt.

Ein großer ukrainischer Durchbruch in Saporischschja würde die Lebensfähigkeit der russischen Landbrücke, die die russische Region Rostow und die Krim verbindet, ernsthaft in Frage stellen; Ein ukrainischer Erfolg in Luhansk würde Russlands erklärtes Kriegsziel der – wie Moskau es nennt – "Befreiung" des Donbass weiter untergraben.

Die Entscheidung, welche dieser Bedrohungen vorrangig bekämpft werden sollen, ist wahrscheinlich ein zentrales Dilemma für russische Einsatzplaner.

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