Belgisches Feldlazarett in Kirikhan: Viele Erdbebenopfer werden erstmals medizinisch versorgt

Behelfsmäßiges Krankenhaus auf dem türkischen Kriegsschiff Bayraktar in der Nähe der Stadt Iskenderun
Behelfsmäßiges Krankenhaus auf dem türkischen Kriegsschiff Bayraktar in der Nähe der Stadt Iskenderun Copyright AP Photo/Francisco Seco
Von Euronews mit RTBF
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Krankenpfleger Ben sagt, knapp zwei Wochen nach dem Beben kommen Menschen aus höher gelegenen Dörfern. Viele haben Knochenbrüche.

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Belgische Mediziner haben ein Feldlazarett direkt neben dem Krankenhaus von Kirikhan errichtet, der südtürkischen Stadt, die besonders stark vom Erdbeben getroffen wurde.

Das Ärzteteam hilft bei der Versorgung der Patienten, weil viele Krankenhausabteilungen geschlossen sind. Das Lazarett verfügt über eine vollständige Notaufnahme mit Röntgengerät, Labor und Apotheke. Hier können mehr als 100 Patienten pro Tag behandelt werden.

Viele Verletzte erst jetzt erstmals Mal medizinisch versorgt

Krankenpfleger Ben sagt, knapp zwei Wochen nach dem Beben kommen Menschen aus höher gelegenen Dörfern. Viele haben Knochenbrüche.

So groß ist das Ausmaß der Katastrophe, dass viele Verletzte erst jetzt erstmals Mal medizinisch versorgt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Versorgung von Kleinkindern, sagt Kinderärztin Els Duval. "An diesem Morgen haben wir viele Kinder gesehen, die aus den Zeltlagern, aus Flüchtlingslagern kommen. Diese Kinder haben viel durchgemacht. Wir versuchen, es ihnen in einer Umgebung wie dieser so angenehm wie möglich zu machen".

Wasseraufbereitung ist enorm wichtig

Die Errichtung des Feldlazaretts war logistischer Kraftakt, berichtet Logistikmanager Bastiaan Ruys. Besonders wichtig ist die Wasseraufbereitungsanlage, die gerade rechtzeitig den Betrieb aufgenommen hat. "Die Wasseraufbereitung ist enorm wichtig, weil wir uns in einem Erdbebengebiet befinden. Viele Leitungen sind beschädigt, das Trinkwasser womöglich verunreinigt."

Das belgische Team wird zunächst zwei Wochen lang hierbleiben und direkt neben dem Feldlazarett in Zelten schlafen. Ihr Ziel, sagen sie, ist es "Hoffnung und etwas Licht" zu bringen".

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