Erst das Beben, jetzt Fluten: Menschen wurden in Zelten vom Wasser überrascht

Menschen werden nach Überschwemmungen in der Provinz Sanliurfa in Sicherheit gebracht.
Menschen werden nach Überschwemmungen in der Provinz Sanliurfa in Sicherheit gebracht. Copyright Hakan Akgun/DIA via AP
Von Euronews mit DPA/AFP
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Videos zeigten, wie die Zelte, in denen Überlebende des Erdbebens untergebracht sind, vom Wasser umspült wurden.

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Rund fünf Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im Südosten der Türkei haben dort sintflutartige Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt. Mindestens zehn Todesopfer sind zu beklagen.

In der an der an Syrien grenzenden Stadt Sanliurfa kamen neun Menschen ums Leben, darunter fünf syrische Staatsangehörige, die tot im Keller eines Gebäudes aufgefunden wurden. Zwei weitere wurden vermisst, wie die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

In der benachbarten Provinz Adiyaman, die ebenfalls von starken Regenfällen betroffen war, starb eine Person starb, drei weitere werden noch vermisst.

Das Opfer befand sich in einem Container, der als Notunterkunft diente, als es von den Wassermassen eingeschlossen wurde, so Anadolu.

Behelfsmäßige Zelt- und Containerdörfer wurden überspült

Viele der Überlebenden des Erdbebens sind behelfsmäßig in Zelt- und Containerdörfern in den elf vom Erdbeben betroffenen türkischen Provinzen untergebracht.

Bilder vom Mittwoch zeigten, wie sich die Straßen von Sanliurfa in bräunliche Ströme verwandelten, die Autos und Lastwagen mit sich rissen.

Ein Video aus der Provinz Malatya, die an die Provinz Adiyaman angrenzt, zeigte ebenfalls, wie das Wasser die weißen Zelte, in denen Überlebende des Erdbebens Zuflucht gefunden haben, umspült. 

Mehrere Personen werden immer noch in verschiedenen Regionen vermisst. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte.

Für die nächsten zwei Tage rechnet der türkische Katastrophenschutz mit heftigen Regenfällen in der Region und warnte Anwohner vor weiteren Stürmen und Überschwemmungen.

Nach jüngsten Angaben der Behörden kamen bei dem schweren Erdbeben Anfang Februar 48.500 Menschen ums Leben, 13,5 Millionen Menschen insgesamt sind betroffen.

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