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Das Schwarzmeer-Getreideabkommen lebt weiter - aber wie lange noch?

Getreidefrachter aus der Ukraine im Hafen von Mombasa, Kenia, im November 2022
Getreidefrachter aus der Ukraine im Hafen von Mombasa, Kenia, im November 2022 Copyright Gideon Maundu/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Copyright Gideon Maundu/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP, dpa
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Seit dem vergangenen Sommer wird ukrainisches Getreide wieder blockadefrei über das Schwarze Meer iuns Ausland verschifft. Das drohende Aus für die Vereinbarung zwischen der Ukraine und Russland ist jetzt in letzter Minute abgewendet worden.

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An diesem Sonntag wäre das für den Kampf gegen den weltweiten Hunger so wichtige Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine ausgelaufen - doch nur wenige Stunden zuvor scheinen sich die beteiligten Parteien auf eine Verlängerung geeinigt zu haben. Unklar ist allerdings noch, wie lange die neue Vereinbarung gelten wird.

Russland hatte zuletzt auf einer Laufzeit von 60 Tagen bestanden. Der ukrainische Minister für Infrastruktur und Wiederaufbau, Oleksandr Kubrakov, vermeldete dagegen über Twitter, man habe sich auf 120 Tage geeinigt. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zacharowa sagte gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS, man habe sich auf eine Verlängerung von 60 Tagen verständigt.

Kubrakov bedankte sich bei den Vereinten Nationen und der türkischen Regierung, die auch schon bei der Ursprungsfassung der Vereinbarung vermitttelnd tätig waren. Laut Kubrakov ermöglichte der Deal bislang die Verschiffung von 25 Millionen Tonnen Getreide aus ukrainischen Häfen über das Schwarze Meer und den Bosporus. 

Mais besonders gefragt

Hauptsächlich gelangte Mais in den Export (zu 49 Prozent), mit großem Abstand gefolgt von Weizen (27 Prozent). Empfänger waren größtenteils Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Vereinten Nationen gingen in ihrer Bestätigung der Verlängerung nicht auf die Dauer ein.

Das Geteideabkommen war im vergangenen Sommer nach langwierigen Verhandlungen und einer vorangegangenen monatelangen Blockade von Exporten aus ukrainischen Häfen durch Russland zustandegekommen. Als entscheidend galten dabei die Rollen von UN-Generalsekretär Antonio Guterres und des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Auch Erdogan äußerte sich jetzt zunächst nicht zur Dauer der Verlängerung des Abkommens.

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