Gespräche zur Rentenreform gescheitert: Demonstrationen und Streiks

Es geht nichts voran in Frankreich in Sachen Rentenreform.
Es geht nichts voran in Frankreich in Sachen Rentenreform. Copyright Michel Euler/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit dpa
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Am Donnerstag wird wieder gestreikt und demonstriert.

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Frankreichs Gewerkschaften rufen nach gescheiterten Gesprächen mit der Regierung im Streit um die Rentenreform zu weiteren Protesten auf. Die Regierung sei stur und neben der Spur, sagte die neue Chefin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, am Mittwoch in Paris nach einem Treffen mit Premierministerin Élisabeth Borne.

"Das ist ein Schlag ins Gesicht von Millionen Franzosen auf der Straße, die streiken und die gegen die Rente mit 64 Jahren sind, gegen die Verlängerung der Beitragsdauer und die Abschaffung der Sonderregime." Die Verantwortung für das Chaos im Land trage die Regierung.

Für diesen Donnerstag ist in Frankreich ein weiterer Protest- und Streiktag geplant. "Wir müssen die Mobilisierung bis zum Ende fortsetzen, bis die Regierung begreift, dass es keinen anderen Ausweg gibt als das Zurückziehen dieser Reform", sagte sie. Auch der Chef der Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, rief Arbeiter dazu auf, sich am Donnerstag den Protestzügen anzuschließen. Die Demonstrationen müssten aber friedlich bleiben.

Die Proteste richten sich gegen die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre. Die Mitte-Regierung will mit der Reform eine drohende Lücke in der Rentenkasse schließen. Der Streit verschärfte sich, weil die Regierung den Text ohne Abstimmung durch die Nationalversammlung drückte. Die über Wochen friedlichen Proteste wurden seitdem von massiver Gewalt überschattet. Die Reform wird noch vom Verfassungsrat überprüft. Präsident Emmanuel Macron will, dass die Reform bis Jahresende in Kraft tritt.

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