Kriegsschiffe in der Pufferzone: China beendet Manöver vor Taiwan "erfolgreich"

Drei Tage lang übte das chinesische Militär Präzisionsangriffe auf Taiwan.
Drei Tage lang übte das chinesische Militär Präzisionsangriffe auf Taiwan. Copyright JACK MOORE/AFP or licensors
Von Euronews mit dpa
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Bei den Militärmanövern wurde auch eine Blockade der von China als eigenes Territorium beanspruchten Insel durch Schiffe und Flugzeuge geprobt. Die Übungen hatten international Nervosität ausgelöst.

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Chinas Armee hat ihre großangelegten Manöver vor Taiwan beendet. Ein Militärsprecher erklärte, die Übungen seien nach drei Tagen "erfolgreich abgeschlossen worden". Laut Taiwans Verteidigungsministerium waren allein am Montagvormittag 59 chinesische Flugzeuge und elf Kriegsschiffe nahe der Insel gesichtet worden.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, Taiwans Armee bleibe in "höchster Alarmbereitschaft": "Wir wollen keine Eskalation, doch Taiwans Streitkräfte werden unsere Souveränität verteidigen und unsere nationale Sicherheit in ruhiger, rationaler und überlegter Weise bewahren."

Bei der dreitägigen Militäroperation mit dem Namen "Joint Sword" hatte Peking Angriffe auf Taiwan und die Einkreisung der Inselrepublik geübt. Zu den Manövern am Montag gehörten auch Schießübungen vor der felsigen Küste der chinesischen Provinz Fujian, etwa 80 Kilometer südlich der taiwanesischen Matsu-Inseln und 186 Kilometer von Taipeh entfernt.

EU ruft zum Dialog auf

Die Übungen hatten international Nervosität ausgelöst. Zuletzt hatte die EU China zur Zurückhaltung aufgerufen. Peking dagegen nannte die Übungen einen notwendigen Schritt, um die "territoriale" Integrität zu wahren.

"Die Unabhängigkeit Taiwans und der Frieden und die Stabilität in der Straße von Taiwan sind unvereinbar. Wenn wir den Frieden und die Stabilität schützen wollen, müssen wir jeder Form des Separatismus für eine Unabhängigkeit Taiwans entschieden entgegentreten", sagte Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Die chinesische Führung hatte die Manöver als Reaktion auf den Besuch von Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen in den USA vergangene Woche gestartet. Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik als Teil Chinas, obwohl Taiwan seit mehr als 70 Jahren eine unabhängige Regierung hat.

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