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Türkei: Erdogan und Kılıçdaroğlu vor der entscheidenden Wahl

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung mit rund 87 Prozent gelegen.
Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung mit rund 87 Prozent gelegen. Copyright AP Photo
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Von Euronews
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"Wir freuen wir uns darauf, der Welt zu verkünden, dass die Zeit der Putsche und Juntas vorbei ist", sagt Erdogan am Vorabend der Präsidentenwahl in der Türkei.

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Am Vorabend der entscheidenden Stichwahl um das Präsidentenamt in der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan an einer Zeremonie im Istanbuler Adnan-Menderes-Mausoleum teilgenommen. Er huldigt seinem islamischen Vorgänger und versucht so, seine konservative Basis vor der großen Entscheidung zu mobilisieren.

Menderes wurde ein Jahr nach dem Militärputsch von 1960, der die Türkei wieder auf einen säkulareren Weg bringen sollte, vor Gericht gestellt und gehängt. Erdogan, der 2016 einen Putschversuch gegen seine eigene, islamisch geprägte Partei überlebte, berief sich auf Menderes, als er für den 14. Mai vorgezogene Wahlen ansetzte. 

Erdogan wirbt mit konservativen und religiösen Themen und einer starken Hand

In seiner Rede vor der am Mausoleum versammelten Menge sagte Erdogan: "Wenn wir morgen zu den Wahlen gehen, freuen wir uns darauf, der Welt zu verkünden, dass die Zeit der Putsche und Juntas vorbei ist."

Vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl haben bei Kandidaten, Erdogan und sein Herausforderer Kemal Kılıçdaroğlu, ihre Anhänger zur Stimmabgabe aufgerufen.

Erdogan versucht, seine 20 Jahre an der Macht um fünf weitere Jahre zu verlängern. "Unsere Nation wird mit allen Farben gewinnen", sagte er auf seiner letzten Kundgebung in Beykoz, Istanbul. 

Kilicdaroglu wirbt mit Demokratie, Familienunterstützung aber auch der Rücksendung von Migranten

Oppositionsführer Kilicdaroglu tritt für ein breites Bündnis aus sechs Parteien an. Er verspricht, das Land zu demokratisieren. Die prokurdische HDP hat ihre Wähler zuletzt aufgerufen, Kilicdaroglu zu unterstützen.

Er hat sich in seinem Wahlkampf auf unmittelbarere Anliegen konzentriert und unter anderem versprochen, Familien mit geringem Einkommen stärker zu unterstützen. Bei seinem letzten Auftritt vor der Wahl sprach er bei einer Tagung der Familienhilfsversicherung. 

Kilicdaroglu versucht, die säkulare Partei, die die Türkei die meiste Zeit des 20. Jahrhunderts regiert hat, wieder an die Macht zu bringen. 

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung mit rund 87 Prozent bereits historisch hoch gelegen. Erdogan verpasste die absolute Mehrheit nur knapp und lag rund 4,7 Prozentpunkte vor seinem Herausforderer Kilicdaroglu.

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