Was folgt im Ukraine-Krieg? Drohnen aus Türkei, Iran, Israel... machen Konflikt international

Drohnen auf dem Schlachtfeld
Drohnen auf dem Schlachtfeld Copyright Efrem Lukatsky/The AP.
Von Enrique BarruecoJuan Carlos De Santos Pascual
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Neue Drohnen sollen durch KI "autonomer" werden. Euronews hat zwei Experten zu den neuen Entwicklungen dieser Militär-Technik in Russland und der Ukraine befragt.

Auf dem Schlachtfeld in der Ukraine oder in Russland sind Drohnen aller Art die Waffe der Wahl. Vom Werkzeug für Aufklärungsmissionen wurden Drohnen zum elementaren Teil der Kriegsführung.

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 César Pintado ist Professor am "International Campus for Security and Defence" und Verteidigungsberater der spanischen Regierung. Er sagt: "Weder die Ukraine noch Russland waren in Bezug auf Drohnen wirklich auf diesen Krieg vorbereitet. Russland war mit seinen Drohnen deutlich im Rückstand".

Durch Drohnen aus verschiedenen Staaten erreichte der Krieg eine internationale Dimension.

Bald "KI-basierte Drohnenschwärme"

Abishur Prakash, der Direktor von The Geopolitical Business, erklärt: "Im Himmel über der Ukraine bekämpfen sich nicht nur die Ukraine und Russland. Indirekt kämpfen auch die Türkei und der Iran. Und die türkischen Drohnen waren für einige der tödlichsten Vergeltungsschläge der Ukraine verantwortlich: von Angriffen auf russische Öldepots bis hin zur Versenkung eines russischen Kriegsschiffs im Schwarzen Meer. Australien,die USA und das Großbritannien arbeiten derzeit an KI-basierten Drohnenschwärmen."

Durch die künstliche Intelligenz sollen die Drohnen "autonomer" werden.

In unmittelbarer Zukunft wird es neue Modelle geben, Fertigungsaufträge in verschiedenen Ländern und sogar neue Fabriken.

Nutzt Russland Drohnen aus China?

César Pintado, der Analyst für das spanische Verteidigungsministerium, meint:

"Die Drohnenlieferanten für Russland sind derzeit Israel, der Iran und man kann nischt mit Sicherheit ausschließen, ob sie nicht aus chinesische Systeme verwenden."

 Abishur Prakash, Direktor von The Geopolitical Business, sagt zur baldigen Zukunft:

"Ich denke, die große Frage ist, ob der Iran beginnt, Fabriken in Russland zu bauen, und ob Russland in der Lage ist, seine eigene Lieferkette im Inland aufzubauen, die eine große Anzahl von Drohnen produzieren kann."

Journalist • Juan Carlos De Santos Pascual

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