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Nicht nur "schöne" Tiere verdienen unsere Aufmerksamkeit

Der Engelshai
Der Engelshai Copyright Jake Davies / On The Edge
Copyright Jake Davies / On The Edge
Von Alex Bowmer
Zuerst veröffentlicht am
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Dr. Alex Bowmer, Direktor für Naturgeschichte bei 'On The Edge', über seine Passion für häßliche Tiere:

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Die schönsten Tiere sind definitiv nicht die wichtigsten, aber sie stehen leider stets im Rampenlicht.

Hallo, ich bin Dr. Alex Bowmer, und ich bin der Direktor für Naturgeschichte hier bei On the Edge.

Ein stereotypisch hässliches Tier in Europa, das meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient, ist der Engelshai.

Sie sind weiß Gott nicht die hübschesten Haie. Außerdem haben Haie von Natur aus einen Hauch von Unheimlichkeit an sich, eine Art Unnahbarkeit.

Engelshaie sind in ganz Europa anzutreffen und spielen eine enorm wichtige Rolle in ihrem Ökosystem.

Ihre Ökosysteme sind sehr empfindlich und fein ausbalanciert, und als Raubtier tragen sie dazu bei, dieses Gleichgewicht zu erhalten.

Leider schwindet ihre Zahl, weil sie nicht die Zeit und Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.

Oder nehmen wir das Beispiel von Hummeln und Wespen.

Jeder mag die Hummel, diesen kleinen, wuscheligen Bestäuber, mit dessen Arbeitsethik wir uns so gern identifizieren, während Wespen als diese unangenehme Kreatur angesehen werden: weil die Menschen ihre Rolle nicht verstanden haben.

Wir stellen uns Wespen fast wie Bösewichte vor, nicht aber Bienen, die ja auch stechen können, auch wenn sie es nicht so oft tun. 

Bienen sind eben niedlicher und knuddeliger sind und wir erkennen ihre Rolle in unserem eigenen Leben an.

Wespen sind wichtige Raubtiere, die uns bei der Schädlingsbekämpfung helfen. Sie vertilgen Raupen, Spinnen und Blattläuse, die in unseren Gärten und auf unseren Feldern ihr Unwesen treiben.

Und sie brauchen unsere Aufmerksamkeit genauso wie diese kleinen, knuddeligen Bienen, die wir Tag für in Kampagnen sehen.

Bei der Öffentlichkeitsarbeit für diese Tiere, die wir als lästig, beängstigend oder störend empfinden, müssen wir einfach nur das Narrativ ändern. Nur so können wir sie schützen.

Bei "On The Edge" geht es wirklich darum, sich für die Underdogs einzusetzen und die Arten, die vom Aussterben bedroht und wirklich einzigartig sind, für den Rest der Welt sichtbar zu machen.

Dabei suchen wir nach innovativen Arten des Geschichtenerzählens, um so viele verschiedene Zielgruppen wie möglich anzusprechen.

Das heißt, wir engagieren uns auf Spieleplattformen, wir haben eine digitale Kampagne, in Filmen und Fernsehsendungen, und wir engagieren uns gesellschaftlich und öffentlich.

Wir verfolgen einen sehr breit angelegten Ansatz und versuchen, Geschichten über Arten zu erzählen, von denen man noch nie gehört hat.

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Ich finde, ich habe den besten Job der Welt.

Wir arbeiten mit vielen Menschen in vielen Ländern zusammen, um herauszufinden: Was sind die Prioritäten? Welches sind die Arten, mit denen wir uns beschäftigen müssen?

Wer sind die Gemeinschaften, an die wir uns wenden müssen? Und Sie sagen uns, wie das gemacht werden kann, und wir werden Sie auf Ihrem Weg unterstützen.

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