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SNP-Spendenskandal: Nicola Sturgeons beispiellose Festnahme

Die ehemalige schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon (Archivfoto)
Die ehemalige schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon (Archivfoto) Copyright Scott Heppell/Copyright 2019 The AP. All rights reserved
Copyright Scott Heppell/Copyright 2019 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit dpa, AP
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Wenige Monate nach ihrem Rücktritt als schottische Regierungschefin ist Nicola Sturgeon im Zuge von Ermittlungen zu den Finanzen der Regierungspartei SNP vorübergehend festgenommen worden.

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Die ehemalige schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ist nach einem mehr als siebenstündigen Verhör in Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuiß gekommen. Hintergrund sind Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Spendenskandals in der schottischen Regierungspartei Scottish National Party, SNP. Es ist das erste Mal, dass ein ehermaliger schottischer Regierungschef in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Sturgeon bestritt nach der Vernehmung jegliches Fehlverhalten. Sich in der Situation wiederzufinden, in der sie sich am Sonntag befunden habe, sei sowohl ein Schock als auch zutiefst erschütternd, schrieb die Politikerin auf Twitter. Und: Sie wisse ohne jeden Zweifel, dass sie unschuldig sei.

Im Zentrum der Ermittlungen steht die Frage, was mit Parteispenden in Höhe von umgerechnet 780 000 Euro geschehen ist, die für die Unabhängigkeitskampagne der SNP vorgesehen waren.

Bereits im vergangenen April wurde Sturgeons Ehemann Peter Murrell vorübergehend festgenommen worden, der lange Jahre für die Finanzen der SNP verantwortlich gewesen war.

Zwei Wochen später wurde auch SNP-Schatzmeister Colin Beattie verhört. Er kam ebenfalls wieder auf freien Fuß. Gegen keinen Verdächtigen wurden offiziell Anschuldigungen erhoben.

Sturgeon war Mitte Februar 2023 nach mehr als acht Jahren im Amt von der Partei- und Regierungsspitze zurückgetreten

Als offensive Brexit-Gegnerin war Sturgeon das Gesicht der schottischen Unabhängigkeitsbewegung.

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