Ukraine-Konferenz in London: Russland sollte für Wiederaufbau zahlen

Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in London
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Von Euronews
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Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock spricht von einer "Wiederaufbauoffensive". In London treffen sich Delegierte aus über 60 Ländern, um über die Unterstützung der Ukraine zu beraten. Brüssel hat hierzu einen besonderen Plan.

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Die Verbündeten der Ukraine haben bei einer Wiederaufbaukonferenz des Landes mehrere Milliarden Dollar an weiteren Hilfe zugesagt.

Bei der Tagung in London kündigte die EU an, dazu eingefrorenes russisches Vermögen einsetzen zu wollen. Dafür werde die EU-Kommission noch vor der Sommerpause einen Plan vorlegen, hieß es.

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Shmyhal machte deutlich, wie viele Gelder sein Land brauche. Demnach würden insgesamt "mindestens 411 Milliarden Dollar für den langfristigen Wiederaufbau" benötigt. Jeden Tag füge Russland der Ukraine neue Verluste zu, "und leider wird diese Zahl noch steigen", so Shmyhal.

Die stellvertretende Infrastrukturministerin der Ukraine, Oleksandra Azarkhina, betonte, dass die Wiederherstellung der angeschlagenen Wirtschaft des Landes dringend notwendig sei.

"Die Wiederherstellung ist nicht die Folge des Sieges. Sie ist ein Teil des Widerstands. Wir zahlen die Gehälter für unsere Soldaten aus Steuergeldern. Wir sind unseren Partnern, die uns Waffen zur Verfügung gestellt haben, sehr dankbar. Aber die Armee, die ukrainische Armee, ist jetzt groß und will Geld."

Kommissionspräsident Ursula von der Leyen kündigte an, die EU wolle 50 Milliarden Euro bereitstellen: "Es ist unsere Aufgabe und unsere Pflicht gegenüber den Ukrainern, die das ultimative Opfer gebracht haben, dafür zu sorgen, dass diese neu erdachte Zukunft Wirklichkeit wird - Stein für Stein."

US-Außenminister Antony Blinken sagte, sein Land werde umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro geben - etwa für die Modernisierung des Energienetzes. Beim Wiederaufbau gehe es darum, die Grundlage dafür zu schaffen, "dass die Ukraine als sicheres, unabhängiges Land gedeihen kann, das vollständig in Europa integriert und mit den Märkten der ganzen Welt verbunden ist", so Blinken.

Seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock sprach von einer "Wiederaufbauoffensive". An der Veranstaltung nahmen Delegierte aus mehr als 60 Ländern teil.

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