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Keine Einigung im UN-Sicherheitsrat: Hilfslieferungen für Syrien vorerst gestoppt

Wichtiger Grenzposten Bab al-Hawa zwischen Türkei und Syrien
Wichtiger Grenzposten Bab al-Hawa zwischen Türkei und Syrien Copyright Ghaith Alsayed/ AP
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Von Julika Herzog mit dpa, AFP, AP
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Zwei konkurrierende Resolutionen wurden von Russland einerseits und den USA, Großbritannien und Frankreich andererseits abgelehnt - damit sind Millionen Menschen von lebenswichtiger humanitärer Hilfe abgeschnitten.

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Nach monatelangen Verhandlungen legte Russland am Dienstag ein Veto gegen die Verlängerung einer Resolution zur weiteren Öffnung des wichtigen Grenzübergangs Bab al-Hawa für neun Monate ein. Der Gegenentwurf Moskaus, der eine Verlängerung um sechs Monate vorgesehen hätte, ist unterdessen auch gescheitert.

Wichtiger Grenzposten nun geschlossen

Der UN-Nothilfeorganisation Ocha zufolge wurde Bab al-Hawa wegen des ausgelaufenen Mandats in der Nacht von Montag auf Dienstag geschlossen. Über den Grenzposten zwischen der Türkei und den von Rebellen gehaltenen syrischen Gebieten läuft ein Großteil der humanitären Hilfe für den Nordwesten Syriens. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen in dieser Region des Bürgerkriegslandes 4,1 Millionen Menschen Unterstützung.

Der Sicherheitsrat muss nun einen neuen Kompromiss aushandeln. UN-Generalsekretär António Guterres gab sich "enttäuscht". Ein Sprecher sagte, die Vereinten Nationen hätten noch Hilfslieferungen in Syrien gelagert. Bab al-Hawa müsse aber trotzdem so schnell wie möglich wieder geöffnet werden.

Russland ist einer der engsten Verbündeten von Syriens Regierung. Präsident Baschar al-Assad will mit der Schließung der Grenzübergänge Einfluss auf von Rebellen gehaltene Teile des Landes zurückgewinnen.

Nach dem schweren Erdbeben in Syrien und der Türkei vor einigen Monaten hatte Assad zwei weitere Grenzübergänge zur Türkei übergangsweise freigegeben: Bab al-Salam und Al-Ra'ee sind weiter offen. Bab al-Hawa ist für den Nordwesten des Landes aber deutlich wichtiger.

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