Wieder massiver Luftangriff auf Ukraine und neues Prigoschin-Video

Durch Bombardierung beschädigtes Gebäude in der Ukraine
Durch Bombardierung beschädigtes Gebäude in der Ukraine Copyright AFP
Von Euronews mit EBU, AP, dpa
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Russland hat am Sonntag 70 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Die meisten davon konnte die ukrainische Luftverteidigung abfangen. Unterdessen ist ein neues Video des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin veröffentlicht worden.

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Am Sonntag waren ukrainische Städte wieder Ziel heftiger russischer Raketenangriffe. 30 Marschflugkörper und 27 Kampfdrohnen wurden laut der ukrainischen Armee abgewehrt. Insgesamt feuerte die russische Armee 70 Geschosse ab, hieß es. Es gab zunächst keine Information darüber, wo die nicht abgefangenen Raketen und Drohnen einschlugen.

Auf Telegram teilte der ukrainische Präsident Selenskyj mit, dass östlich von Charkiw ein Zentrum für Bluttransfusion bombardiert worden sei. Zudem habe es Angriffe auf die Gebiete Saporischschja und Chemlnyzkyj gegeben. Es gab laut Selenskyj Tote und Verletzte.

Drohnenangeriff auf Moskau

Unterdessen hat Russland nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff südlich von Moskau abgewehrt. Die Drohne sei am Sonntagvormittag bei der Stadt Podolsk im südlichen Moskauer Gebiet von der Luftverteidigung zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Am Flughafen Moskau-Wnukowo wurde vorübergehend der Flugverkehr eingestellt.

Neues Prigoschin-Video

Am Sonntag hat ein mit der Wagner-Söldnergruppe verbundener Telegram-Kanal ein Video veröffentlicht, das Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zeigt. Darin spricht er über ukrainische Kriegstaktiken und kritisiert das russische Verteidigungsministerium. 

Wo und wann die Aufnahme entstanden war, konnte nicht unabhängig verifiziert werden. Prigoschin scheint jedoch zu erwähnen, dass sich seine Gruppe am 5. August in "voller Kampfbereitschaft" befand.

Im Video sagt Prigoschin auch, dass das von der ukrainischen Armee kontrollierte Gebiet nach seinen Berechnungen mehr als 100 Quadratkilometer groß sei. Er behauptete auch, dass die russische Armee nicht genug unternehme, um den Ukrainern Widerstand zu leisten. Er fügte hinzu, dass Wagner-Kämpfer sich darauf vorbereiteten, "die ihnen zugewiesenen Aufgaben auszuführen", ohne allerdings näher darauf einzugehen.

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