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Dramatisches Hochwasser und gebrochener Damm in Norwegen: Tausende evakuiert

Gebrochener Damm eines Wasserkraftwerks in Norwegen
Gebrochener Damm eines Wasserkraftwerks in Norwegen Copyright Cornelius Poppe/Stian Lysberg Solum / NTB
Copyright Cornelius Poppe/Stian Lysberg Solum / NTB
Von Euronews mit AP
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In Braskereidfoss in Norwegen ist der Damm eines Wasserkraftwerks gebrochen. Tausende Menschen müssen evakuiert werden.

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In Braskereidfoss in Norwegen ist nach sintflutartigen Regenfällen der Damm eines Wasserkraftwerks gebrochen.

Stundenlang hatte sich das Wasser hinter dem Damm. immer höher aufgestaut. 

Dann wurde ein Parkplatz neben dem Kraftwerk überflutet, und schon bald strömte das Wasser durch eine Lücke im Beton. Die Flut brach in zwei Strömen gen Tal und riss alles mit sich.

Zunächst war über eine kontrollierte Sprengung nachgedacht worden.

"Das Wasser hatte allmählich begonnen, durch die Seite des Dammes zu sickern, und zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht angebracht, irgendwelche Maßnahmen im Kraftwerk zu ergreifen", sagte Polizeispreche Frederik Thomson zu Reportern vor Ort. Die Situation werde ständig neu bewertet.

"Der Schaden durch eine mögliche Explosion der Betonanlage wäre so groß, dass sie keinen Zweck hätte", sagte Thomson.

Per Storm-Mathisen, ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Hafslund Eco, erklärte gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, die Wasserumleitung scheine "gut zu laufen".

Mindestens 1.000 Menschen leben in Gemeinden in der Nähe des Wasserkraftwerks, und die Behörden erklärten, alle seien evakuiert worden, bevor der Damm zu brechen begann.

Die Luken des Wasserkraftwerks sollten sich automatisch öffnen, wenn sich zu viel Wasser hinter dem Damm sammelt, aber sie funktionierten nicht wie vorgesehen, so Alexandra Bech Gjørv, Vorstandsvorsitzende von Hafslund Eco. Die Gründe für das Versagen seien unbekannt, sagte sie.

Norwegens längster Fluss Glåma wird am Wasserkraftwerk Braskereidfoss aufgestaut. 

Schuld ist Sturm "Hans"

Auch andernorts in Norwegen wurden Notfälle wegen der Überschwemmungen gemeldet. Ein Lokalpolitiker sprach von einer "Krise nationalen Ausmaßes".

Sieben Hubschrauber seien eingesetzt worden, um bei der Evakuierung der Bewohner zu helfen, teilte die Regierung mit.

"Es wurden viele Menschen evakuiert, viele Menschen sind betroffen und es gibt enorme Sachschäden. Die Lage ist in weiten Teilen des Landes sehr schwierig", warnte die Ministerin für Justiz und öffentliche Sicherheit, Emilie Enger Mehl.

Am Mittwoch kam eine etwa 70-jährige Frau ums Leben, nachdem sie am Vortag in einen Bach gestürzt war. Sie schaffte es, ans Ufer zu kriechen, aber die Polizei sagte, dass die Rettungsteams wegen der Überschwemmungen mehrere Stunden brauchten, um sie in ein Krankenhaus zu bringen.

Schuld ist Sturm "Hans", der mit schweren Regenfällen über Skandinavien und die baltischen Staaten hereingebrochen ist. Für Südnorwegen und Schweden sagten Meteorologen weitere Unwetter voraus. An Flüssen sei mit extremem Hochwasser zu rechnen

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