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Erdbeben in Marokko: Bereits 1.037 Tote und mehr als 1.200 Verletzte

Erste Bilder zeigen schwere Zerstörungen in Marrakesch.
Erste Bilder zeigen schwere Zerstörungen in Marrakesch. Copyright FADEL SENNA/AFP or licensors
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Opferzahlen steigen weiter: 1.037 Tote und mehr als 1.200 Verletzte sind es bereits laut marokkanischen Regierungsangaben.

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Das schwere Erdbeben, das Marokko in der Nacht von Freitag auf Samstag erschütterte, hat laut einer neuen offiziellen Bilanz des Innenministeriums 1.037 Todesopfer und mehr als 1.200 Verletzte gefordert.

In den Provinzen und Gemeinden al-Haouz, Taroudant, Chichaoua, Ouarzazate und Marrakesch seien durch das Erdbeben mehrere Gebäude eingestürzt. 

 Erste Bilder zeigen zerstörte Gebäude und Menschen in Panik, auch in der Touristenmetropole Marrakesch. 

Die US-Erdbebenwarte USGS teilte mit, das Beben habe eine Stärke von 6,8 gehabt und sich in einer Tiefe von 18,5 Kilometern gut 70 Kilometern südwestlich von Marrakesch und 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Taroudant ereignet. Das Epizentrum habe im Atlasgebirge gelegen. Das Geofon des Helmholtz-Zentrums Potsdam gab die Stärke des Bebens mit 6,9 an. Kurze Zeit später meldete die US-Behörde ein Nachbeben der Stärke 4,9.

Die Europäische Union hat Marokko nach dem verheerenden Erdbeben Hilfe angeboten. "Die EU ist bereit, Marokko in diesen schwierigen Momenten zu unterstützen", schrieb EU-Ratspräsident Charles Michel am Samstagmorgen über den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter). Die Nachrichten aus dem Land seien schrecklich. Er sei in Gedanken bei allen, die von der Tragödie betroffen seien, und bei den Rettungskräften.

Jahrhundertbeben - Panik in Marrakesch und Agadir

Laut Augenzeugenberichten löste das Erdbeben in Marrakesch, Agadir und anderen Städten bei Bewohnern Panik aus. Wie die Zeitung "Le Matin" berichtete, war das Beben auch in Rabat und Casablanca zu spüren.

Marokkaner posteten Videos, auf denen zu Schutt zerfallene Gebäude und beschädigte Teile der berühmten roten Mauern zu sehen sind, die die Altstadt von Marrakesch umgeben, ein Unesco-Weltkulturerbe. Andere Videos zeigen schreiende Menschen, die Restaurants in der Stadt verließen. Das Beben war Berichten zufolge auch in Portugal und Algerien zu spüren.

Nasser Jabour, Leiter einer Abteilung des Nationalen Instituts für Geophysik, bestätigte, dass die Nachbeben weniger stark seien. Das Beben sei in einem Umkreis von 400 Kilometern zu spüren gewesen, sagte er der marokkanischen Nachrichtenagentur MAP. Es sei das erste Mal seit einem Jahrhundert, dass ein derart starkes Erdbeben in Marokko registriert worden sei.

Bundeskanzler Olaf Scholz drückte sein Mitgefühl aus. "Das sind schlimme Nachrichten aus Marokko", erklärte der SPD-Politiker am Samstagmorgen auf der Plattform X (früher Twitter). "In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei den Opfern des verheerenden Erdbebens. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen dieser Naturkatastrophe." Scholz hält sich derzeit für den G20-Gipfel in der indischen Hauptstadt Neu Delhi auf.

Erdbeben in Nordafrika sind relativ selten. 1960 hatte sich laut dem Sender Al Arabiya in der Nähe von Agadir ein Beben der Stärke 5,8 ereignet, bei dem Tausende Menschen ums Leben kamen.

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