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Gedenkgarten für Opfer des belgischen Kindermörders Marc Dutroux eröffnet

Über dem Gedenkgarten befindet sich ein Wandgemälde eines Kindes, das einem aufsteigenden Drachen hinterherblickt.
Über dem Gedenkgarten befindet sich ein Wandgemälde eines Kindes, das einem aufsteigenden Drachen hinterherblickt. Copyright KENZO TRIBOUILLARD/AFP or licensors
Copyright KENZO TRIBOUILLARD/AFP or licensors
Von Euronews mit DPA, AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Im belgischen Charleroi wurde ein Gedenkgarten für die Opfer des belgischen Kindermörders Marc Dutroux eröffnet. Auf dem Grundstück stand ursprünglich eines der Häuser, in dem Dutroux seine Verbrechen beging.

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Im belgischen Charleroi ist ein Gedenkgarten für die Opfer des Kindermörders Marc Dutroux eröffnet worden. Zuvor stand an der Stelle eines der beiden Häuser, in denen Dutroux seine Verbrechen beging.

Er entführte in den 90er Jahren sechs Mädchen, missbrauchte und folterte sie. Vier von ihnen starben. Am 13. August 1995 wurde Dutroux festgenommen. Der heute 66-Jährige sitzt nach wie vor im Gefängnis.

Die Väter zweier Opfer waren anwesend

Über dem Garten, wo ehemals das Haus stand, befindet sich ein Wandgemälde eines Kindes, dass einen Drachen beobachtet, der in den Himmel fliegt.

Die Väter zweier Opfer nahmen an der Eröffnungszeremonie teil. Einer von ihnen ist Jean-Denis Lejeune, der Vater des Opfers Julie Lejeune.

Lejeune bedankte sich nach einer Schweigeminute dafür, dass die Erinnerung an die Kinder mit dieser "hervorragenden Arbeit" bewahrt werde. Es sei wichtig, sich daran zu erinnern, dass Pädophilie "existiert hat und immer noch existiert".

Gino Russo, der Vater des Opfers Mélissa, äußerte sich ebenfalls.

"Ich glaube, es ist Teil der belgischen Geschichte. Wir müssen uns daran erinnern, es ist ein historisches Ereignis. Ich sage das nicht nur, weil sie meine Tochter ist, ich sage das, weil es stimmt. Wenn Menschen auf die Straße gehen, dann ist das historisch und selten", erklärt Russo und bezieht sich damit auf den Weißen Marsch in Brüssel.

Am 20. Oktober 1996 brachten 300.000 Protestierende friedlich ihre Empörung über die Dutroux-Affäre zum Ausdruck und forderten mehr Schutz für Kinder vor pädophilen Straftätern. Die Eltern der Opfer hatten zu der Demonstration aufgerufen und lösten so eine Reformwelle in der Justiz und der Polizei aus.

Der Keller bleibt für zukünftige Untersuchungen erhalten

Die Familien der Opfer wollten das Haus ursprünglich als Gedenkstätte erhalten. Schließlich stimmten sie jedoch dem Abriss zu, unter einer Bedingung: Der Keller, in dem die zwei Mädchen getötet wurden, musste erhalten bleiben.

Russo bedankte sich bei der Stadt dafür, dass sein "ausdrücklicher Wunsch", den Keller zu erhalten, von der Stadt erfüllt wurde. Wichtige Fragen in dem Fall seien nach wie vor unbeantwortet, der Keller solle intakt bleiben, um in Zukunft potenziell erneut untersucht werden zu können.

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