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Ukraine meldet "erfolgreichen Schlag" gegen russische Schwarzmeerflotte

Nach dem Raketenangriff ging das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte in Flammen auf.
Nach dem Raketenangriff ging das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte in Flammen auf. Copyright AP/Sevastopol Governor Mikhail Razvozhaev telegram channel
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Von Euronews
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Die ukrainische Armee meldet einen "erfolgreichen Schlag" gegen das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim.

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Die ukrainische Armee meldet einen "erfolgreichen Schlag" gegen das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Das Gebäude ging nach dem Raketenangriff in Flammen auf.

Parallel soll eine Cyber-Attacke stattgefunden haben

Russland meldete einen Soldaten als vermisst. Nach Angaben der russischen Besatzer habe es parallel zu dem Angriff eine Cyber-Attacke auf die Netzwerke sämtlicher Internetanbieter auf der Krim gegeben.

Noch bevor das ukrainische Militär den Raketenangriff bestätigte, hatten die russischen Besatzer ihn gemeldet. Außerdem kursierten in den sozialen Netzwerken Videos, die dicke Rauchschwaden über dem Flotten-Hauptquartier zeigten. In den sozialen Netzwerken gab es auch Berichte über Explosionen in anderen Teilen der Krim.

"Am 22. September gegen 12.00 Uhr haben die ukrainischen Verteidigungskräfte einen erfolgreichen Angriff auf den Kommandostab der russischen Schwarzmeerflotte im vorübergehend besetzten Sewastopol durchgeführt", teilte die Direktion für strategische Kommunikation der ukrainischen Armee auf Telegram mit.

Keine Zivilgebäude wurden beschädigt

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärte, dass außerhalb des brennenden Hauptgebäudes niemand verletzt worden sei, und machte keine Angaben zu weiteren Opfern. Zivile Infrastruktur sei nicht beschädigt worden. An die Einwohner:innen der Hafenstadt gab er zunächst eine Warnung heraus und forderte sie auf, das Stadtzentrum zu meiden und in den Gebäuden zu bleiben.

Der Beschuss soll vorläufigen Angaben zufolge mit den vom Westen gelieferten Marschflugkörpern des Typs "Storm Shadow" erfolgt sein.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden fünf Raketen von russischen Luftabwehrsystemen abgeschossen. Es war nicht sofort klar, ob das Hauptquartier durch einen direkten Treffer oder durch Trümmer einer abgefangenen Rakete getroffen wurde.

Angriffe auf Militärstützpunkte wichtig für die Gegenoffensive

Sewastopol dient seit 2014 als Hauptstützpunkt für die russische Schwarzmeerflotte. Die russischen Behörden in der Stadt machten die Ukraine verantwortlich für den vergangenen Angriff am 13. September, bei dem zwei in Reparatur befindliche Marineschiffe beschädigt und ein Feuer in der Anlage ausgelöst wurde.

Vor kurzem beschädigten ukrainische Raketen eine Kommunikationszentrale in Verkhnosadove kurz vor Sewastopol.

In den vergangenen Wochen gelang es ukrainischen Streitkräften immer wieder, militärische Objekte Russlands zu beschädigen.

Dabei waren Marinestandpunkte auf der Krim häufig das Ziel ukrainischer Angriffe. Im Osten und Süden der Ukraine verzeichnet die Gegenoffensive derweil langsame Fortschritte.

Militärexperten sehen in ukrainischen Fernangriffen auf russische Militärressourcen auf der Krim einen Schlüssel zur Senkung der Moral und der Schwächung Russlands.

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