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Migrationskrise: Papst warnt in Marseille vor Panikmache und Propaganda

Der Past mit Emmanuel Macron in Marseille am 23.9.2023
Der Past mit Emmanuel Macron in Marseille am 23.9.2023 Copyright Andrea Solaro/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews mit AP, dpa
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Der Papst sagte bei seinem Marseille-Besuch: "Das Mittelmeer schreit nach Gerechtigkeit, denn an seinen Ufern herrschen auf der einen Seite Überfluss, Konsum und Verschwendung, auf der anderen Seite hingegen Armut und Prekarität."

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Am zweiten Tag seines Besuchs in Marseille hat Papst Franziskus in Bezug auf die Migrationkrise in Europa vor Abschottung und Panikmache gewarnt. Es müssten reguläre Einreisemöglichkeiten und eine ausgewogene Aufnahme der Migranten in Europa gewährleistet werden.

Weiter sagte der Pontifex: "Diejenigen, die ihr Leben auf dem Meer riskieren, dringen nicht ein, sondern sind auf der Suche nach Aufnahme. Das Migrationsphänomen ist nicht so sehr eine momentane Notlage, die immer gut ist, um alarmistische Propaganda zu betreiben, sondern eine Tatsache unserer Zeit."

Franziskus appellierte auch an das Publikum, man müsse die Schmerzensschreie der Menschen in Nordafrika und Nahost erhören: "Wie sehr brauchen wir das in der heutigen Zeit, in der antiquierte und kriegerische Nationalismen den Traum von der Gemeinschaft der Nationen verblassen lassen wollen!"

Vor einem Gespräch mt dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron traf Franziskus ehrenamtliche Mitarbeiter der in Marseille ansässigen Hilfsorganisation SOS Mediterranée. Sie übergaben ihm eine Schwimmweste für Kinder.

Im laufenden Jahr sind nach offiziellen Angaben 2356 Menschen bei Mittelmeer-Passagen nach Europa ums Leben gekommen.

Höhepunkt des Papst-Besuches sollte eine Freiluft-Messe in Marseille vor 60 000 Gläubigen werden, gefolgt vom Rückflug nach Rom.

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