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Mehr als 100 Tote bei Anschlag auf Militärakademie: Syrien verübt Vergeltungsschläge

Sägrge der Opfer des Drohnenangriffs auf eine syrische Militärakademie
Sägrge der Opfer des Drohnenangriffs auf eine syrische Militärakademie Copyright LOUAI BESHARA/AFP or licensors
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Von Euronews mit DPA/AFP
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Die Raketenangriffe erfolgten kurz nach einem Anschlag auf eine Militärakademie im Zentrum Syriens, bei der zahlreiche Menschen getötet wurden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet mehr als 100 Todesopfern.

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Syrische Regierungstruppen haben mehrere Dörfer in von letzten Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten des Landes beschossen. Dabei kamen nach Angaben der Rettungsorganisation Weißhelme mindestens acht Menschen ums Leben, 30 wurden verletzt.

Anschlag auf Militärakademie

Die Raketenangriffe erfolgten kurz nach einem Anschlag auf eine Militärakademie im Zentrum Syriens, bei der zahlreiche Menschen getötet wurden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet mehr als 100 Todesopfern.

Der Drohnenangriff ereignete sich während einer Abschlusszeremonie. Unter den Opfern sollen sich laut syrischen Angaben auch Frauen und Kinder befinden. Die syrische Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Die syrische Armee erklärte, dass "bewaffnete Terrororganisationen" die Abschlussfeier von Offiziersstudenten der Militärhochschule angegriffen hätten. Die Armee wolle "mit aller Härte" auf den "feigen Terrorakt" reagieren.

In den sozialen Medien verbreitete Videos zeigten Bilder von schreienden und weg laufenden Menschen auf dem Gelände der Zeremonie. 

Drei Tage Staatstrauer

Verletzte lagen mit blutgetränkter Kleidung auf dem Boden. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle nahmen an der Zeremonie sowohl syrische Militärbeamte als auch der Verteidigungsminister teil, der die Zeremonie Berichten zufolge vor Beginn des Angriffs verließ.

Die Beobachtungsstelle vermutete, dass es sich entweder um einen Angriff der militant-islamistischen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) oder der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) handeln könnte. Beide wollen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad stürzen. Diese kontrolliert inzwischen wieder zwei Drittel des Landes, darunter auch die Provinz Homs.

Der Konflikt in Syrien hatte im Frühjahr 2011 mit Protesten gegen die Regierung begonnen. Die Regierung ging mit Gewalt dagegen vor. Daraus entwickelte sich später ein Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung. Eine politische Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.

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